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FALL WINTER: Dankesbrief der Arabischen Liga

Botschafter sind zufrieden, wie die Republik auf die Islam-Schelte reagierte.

WIEN (c.u.). Nach den Ausfällen der Grazer FPÖ-Politikerin Susanne Winter gegen den islamischen Propheten Mohammed sind die arabischen Botschafter in Wien um Schadensbegrenzung bemüht. Sie verzichten auf eine Protestnote und wollen heute, Donnerstag, bei einem Treffen im Büro der Arabischen Liga sogar einen Dankesbrief an Außenministerin Ursula Plassnik aufsetzen. „Wir sind sehr zufrieden damit, wie deutlich die Spitze der Republik Österreichs die Verunglimpfung Mohammeds verurteilt hat“, sagte ein hochrangiger arabischer Diplomat zur „Presse“. Auch in arabischen Medien ist über den Vorfall bisher kaum berichtet worden.


Busek attackiert Schönborn

Wiens Außenamt hatte seine Vertretungen in der islamischen Welt aufgefordert, Reaktionen sofort zu melden. Es befürchtete eine Wutwelle wie nach den Mohammed-Karikaturen, als Botschaften in Brand gesetzt wurden.

Eine heftige Attacke gegen Erzbischof Christoph Schönborn reitet Ex-VP-Chef Erhard Busek in der „Süddeutschen Zeitung“, weil dieser sich nicht zu der anti-islamischen Hasskampagne äußere. Man habe das Gefühl, man müsse dem Kardinal erst „geistigerweise eine herunterhauen“, bis er aufwache.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2008)