3:1 gegen Frankreich: Österreich schafft die Sensation

Jubel bei den Österreichern
(c) Gepa (Dominic Ebenbichler)

Ein Auftakt nach Maß für Österreich in der WM-Qualifikation. Das rotweißrote Team besiegte Vize-Weltmeister Frankreich verdient - und mit etwas Glück - mit 3:1.

Das österreichische Fußball-Nationalteam hat am Samstag einen Traumstart in die WM-Qualifikation hingelegt. Das Team unter der Leitung von Karel Brückner besiegte vor 48.000 Zuschauern im ausverkauften Wiener Happel-Stadion Vize-Weltmeister Frankreich mit 3:1. "Ich denke, das ist eine Riesen-Sensation", so Stürmer Marc Janko.

Es war der erste Erfolg gegen die "Bleus" seit 38 Jahren. Der Schlüssel dazu lag neben dem nötigen Spielglück vor allem in der Stärke bei Standard-Situationen. "Es war eine sehr disziplinierte Leistung und viel Arbeit. Ich bin zufrieden", lobte Teamchef Brückner.

Zwei Freistöße, zwei Tore


In der achten Minuten leitete Kapitän Ivanschitz mit links die Führung für Österreich ein. Seine Freistoß-Flanke beförderte Janko aus kurzer Distanz in Richtung französisches Gehäuse, Mexes fälschte entscheidend ab. Erst danach zeigten die Gäste mehr Initiative. Gefahr ging aber nur von den Österreichern aus, Prödl lenkte eine Flanke von Evra an die eigene Latte.

In der Folge wurde die Überlegenheit der "Grande Nation" immer eklatanter, die zwingenden Chancen blieben zunächst aber aus. Einzig ein Henry-Fehlschuss nach einem Fehler von Fuchs war knapp. Effizienter und auch glücklicher waren an diesem Abend aber die Österreicher, denn in der 41. Minute stellten sie auf 2:0.

Wieder flog eine Freistoßflanke von Ivanschitz zur Mitte, wieder herrschte Konfusion im französischen Lager, Aufhauser, unverhofft zum Ball gekommen, zog vom Fünfer ab und über den Fuß von Gallas fand das Runde den Weg ins Eckige.

Im Gegensatz zum Italien-Match schafften es die Hausherren diesmal, den Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause zu retten, weil Manninger bei einem Kopfball und bei einem Schuss von Henry kurz vor dem Halbzeitpfiff auf dem Posten war. Auch in der fünften Minute nach Wiederanpfiff musste der Juventus-Legionär bei einem Schuss von Benzema innerhalb des Strafraums sein ganzes Können aufbieten.

In der 61. Minute aber war der Salzburger geschlagen. Nach einem Ballverlust von Aufhauser brachte Evra den Ball zur Mitte und Govou traf vom Fünfer aus der Drehung zum Anschlusstreffer. Vier Minuten danach bewahrte Manninger seine Mannschaft vor dem Ausgleich, als er einen Gewaltschuss von Toulalan mit den Fingerspitzen an die Latte drehte.

Noch 18 Punkte


Dennoch wurde die Dominanz der Gäste vorerst immer erdrückender. In der 72. Minute aber konnte Schiedsrichter Larsen gar nicht anders, als auf Elfmeter für Österreich zu entscheiden. Janko wurde unmittelbar vor der Ausführung eines Eckballs von Mexes im Strafraum zu Boden gerissen. Ivanschitz verwandelte sicher zum 3:1. "Es sind aber nur drei Punkte, wir brauchen noch 18", meinte Brückner.