Vorarlberg: FPÖ-Chef verstört mit Facebook-Posting

Dieter Egger
Dieter EggerAPA/GEORG HOCHMUTH

Dieter Egger postete einen Leserbrief, der Türken unter anderem beschuldigt, Österreich zu verachten - und kommentierte ihn mit den Worten "Wie wahr!"

Für Wirbel hat am Mittwoch in Vorarlberg ein Facebook-Eintrag von FPÖ-Klubobmann Dieter Egger gesorgt. Egger hatte am 17. Oktober auf seiner Facebook-Seite einen Leserbrief der "Kronen Zeitung" gepostet, der Türken unter anderem beschuldigt, Österreich zu verachten. Kommentiert wurde der Beitrag von Egger mit den Worten "Wie wahr!"

Für den Innsbrucker Politikwissenschafter Reinhold Gärtner geht der Brief "ganz stark in eine rassistische Richtung", wie er am Mittwoch im ORF Radio Vorarlberg-Interview betonte. Eine ethnisch definierte Bevölkerungsgruppe werde mit negativen Zuschreibungen charakterisiert und zudem biologisiert, indem man von einem Volk spreche. Der Autor stellt in seinem Leserbrief etwa fest, dass alle Türken Österreich verachteten.

Laut Gärtner lasse sich das durchaus als Strategiewechsel der FPÖ Vorarlberg verstehen, die wieder verstärkt die rechte Wählerschaft ansprechen wolle. Zumal Egger ja bereits 2009 mit seinem "Juden-Sager" in die rassistische Richtung gegangen war.

Der FPÖ-Chef wies die Vorwürfe Gärtners in einer Stellungnahme zurück. Er habe den Leserbrief nicht als rassistisch empfunden und sei zudem nicht der Meinung, dass "alle Türken Österreich ablehnten".

(APA)