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Furzende Elche beschleunigen die Erderwärmung

(c) Reuters
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Ein ausgewachsener Elch stößt beim Verdauen im Jahr 100 Kilogramm des Treibhausgases Methan aus. Umgerechnet entspricht dies 2,1 Tonnen CO2, sagen norwegische Wissenschaftler.

Auch die Verdauungsvorgänge von Elchen tragen nach Erkenntnissen norwegischer Wissenschaftler zur Erderwärmung bei. Ein ausgewachsener Elch stoße mit seinen Gasen alljährlich 100 Kilogramm des Treibhausgases Methan aus, sagte Forscher Odd Harstad von der norwegischen Universität für Biowissenschaften am Mittwoch.

Umgerechnet entspreche dies einer Menge von 2,1 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) - soviel, wie bei einem Hin- und Rückflug von Oslo nach Santiago de Chile freigesetzt wird. Bei einer geschätzten Zahl von 140.000 Elchen allein in Norwegens Wäldern entspreche dies CO2-Emissionen von rund 294.000 Tonnen CO2 im Jahr.

Methan klimaschädlicher als CO2

Die Umrechnung von Methangas in CO2-Mengen begründete der Forscher damit, dass Methangas wesentlich stärker und damit klimaschädlicher sei als CO2. Um auf einen entsprechenden CO2-Wert zu kommen, müsse das Methangas-Volumen daher mit dem Faktor 21 multipliziert werden.

Der Methangas-Ausstoß von Elchen sei anhand früherer Berechnungen zum Methanausstoß norwegischer Kühe hochgerechnet worden. Harstad betonte, die hohen CO2-Emissionen der Elche seien kein Grund, ihre Bestände in dem skandinavischen Land zu dezimieren: "Elche haben eine sehr wichtige Funktion in der Natur", sagte er.