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Hickersberger trainiert Al Wahda Abu Dhabi

Josef Hickersberger befindet sich wieder im Fußball-Geschäft. Der Ex-ÖFB-Teamchef unterschrieb am Dienstagabend in den Vereinigten Arabischen Emiraten für den FC Al Wahda Abu Dhabi einen Vertrag bis Sommer 2009. Al Wahda hat im Vorjahr das Semifinale der afrikanischen Champions League erreicht und liegt in der nationalen Tabelle nach acht Runden mit zehn Punkten Rückstand auf dem vierten Platz.

Hickersbergers Premiere geht am Samstag daheim gegen Ajman über die Bühne. Bis Weihnachten sind dann noch zwei weitere Partien auf dem Programm. Das Neue Jahr beginnt für Al Wahda am 2. Jänner mit dem Heimspiel gegen Al Sharjah. Hickersberger wird also in der warmen Golfregion überwintern, in die es ihn bisher immer wieder gezogen hat und wo er mit mit Al Ahli Manama in Bahrain und Al Ittehad in Katar Meister wurde.

"Es waren einige Journalisten da, aber nicht so viele wie in Österreich zu meinen EM-Zeiten", erzählte Hickersberger im Gespräch mit der Austria Presse Agentur über seine am Mittwoch über die Bühne gegangene Präsentation als neuer Trainer in Abu Dhabi. Danach ging es in einer Limousine mit eigenem Chauffeur zum ersten Training mit seiner neuen Mannschaft ins rund 12.000 Zuschauer fassende Al-Nayhan-Stadion.

Über den riesigen Kader müsse er sich erst im Training und mittels DVD einen Überblick verschaffen, Namen und Gesichter einprägen. Vom "Wüsten-Pepi" erwarten sich die Scheichs viel. "Wir sind Tabellenvierter, das Ziel lautet Meistertitel. Ich soll das Wunder schaffen. Aber jeder weiß, dass im Fußball Wunder selten sind", meinte er zu seinen Plänen mit Al Wahda.

Eine Option für eine Verlängerung seines bis Sommer befristeten Kontraktes hat der frühere ÖFB-Teamchef nicht. Die Zusammenarbeit mit dem Österreicher ist schnell über die Bühne gegangen, nachdem sich Al Wahda und der bisherige Trainer Ahmad Abdul Haleem vor einigen Tagen wegen schlechter Resultate getrennt hatten.

Ursprünglich war Hickersberger von Al Sharjah über einen Manager kontaktiert worden, doch war es zu keiner Einigung gekommen. "Nachdem ich das Angebot abgelehnt hatte, war dem FC Al Wahda klar, dass sein Offert deutlich besser sein musste als jenes des Konkurrenten", erklärte Hickersberger der APA.