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"Darwin Award": Die Liste der "dümmsten Todesfälle"

(c) AP
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Den "Darwin Award" verleihen amerikanische Studenten als symbolischen Preis an Menschen, die auf besonders "dumme Weise" sterben. Der deutsche Ableger reiht Jörg Haiders Unfall auf Platz zwei.

Eine Dankesrede hat es beim "Darwin Award" noch nie gegeben. Denn die Preisträger sind alle schon gestorben - laut Aussage der Verleiher "auf sichtlich dumme Weise". 1994 verliehen Biologie-Studenten der Universität Stanford (USA) zum ersten Mal den "Darwin Award". Inzwischen gibt es Nachahmer aus Deutschland. Auf deren Hompage haben User über den skurrilsten Todesfall 2008 abgestimmt: Platz zwei geht an „Jörg Haiders Totalcrash“. In der Todesbeschreibung heißt es: „Jörg Haider fuhr sich stockbetrunken mit seinem Dienstwagen tot“. Jeder fünfte stimmte für Haider. Gewinner des deutschen Preises ist ein 52-jähriger Kölner Jäger. Beim Weihnachtsessen beschloss der betrunkene Mann russisches Roulette zu spielen. Er lud seinen sechsschüssigen Revolver mit einer Kugel, drehte die Kammer, hielt sich die Waffe an die Schläfe und drückte ab. Zwei Tage später starb der Roulette-Verlierer im Krankenhaus.

Mit einem selbstgebastelten Flugobjekt über dem Atlantik

Der amerikanische "Darwin Award" zeichnet den brasilianische Priester Antonio de Carli aus. Im April 2008 hat er 1000 Heliumballons an einem Lehnsessel befestigt und wollte damit über die Landschaft Brasiliens fliegen. Doch die Windrichtung änderte sich und wehte den Priester in 6000 Metern Höhe auf den Atlantik hinaus. Anstatt rechtzeitig mit seinem Fallschirm abzuspringen, setzte er einen Notruf über sein Satellitentelefon ab. Der erfahrene Fallschirmspringer konnte jedoch sein GPS-Gerät nicht bedienen und so wusste niemand, wo genau er war. Erst vier Monate später fand man einen Teil seiner Leiche 100 Kilometer vor der Küste von Rio de Janeiro.

Auf Platz zwei wurde der Porsche-Besitzer Gerhard gewählt. Der 68-Jährige kam mit seinem Sportwagen auf Schienen zu stehen. Die Schranken schlossen sich. Ein Zug raste auf den Sportwagen zu. Laut Zeugenaussagen sprang der Mann aus dem Auto und lief auf den Zug zu. Dabei fuchtelte er mit den Armen, so als wollte er den Zug zum Bremsen bringen und sein Auto retten. Der Mann wurde 30 Meter in die Luft geschleudert und starb.

Evolutionstheorie als schwarzer Humor?

1859 hatte der britische Naturforscher Charles Darwin die Theorie der Evolution durch natürliche Auslese entwickelt. Hinter der Auszeichnung der Biologie-Studenten steht der Gedanke, dass durch die skurrilen Todesfälle der "menschliche Genpool verbessert" würde. Der schwarze Humor hat zahlreiche Anhänger. Mittlerweile gibt es ein Dutzend Bücher, die die skurrilsten Todesfälle der letzten 15 Jahre aufzählen. Mehrfach wurden die Verleiher des "Darwind Awards" von Angehörigen der Todesopfer gebeten, Geschichten zu löschen. Doch das tun sie nicht, weil die Vorfälle "einfach zu dumm" seien.

(Red.)