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Fritz Neugebauer kündigt Rücktritt im ÖAAB an

Fritz Neugebauer
(c) APA (Roland Schlager)
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Das VP-Urgestein will im Laufe des Jahres die Führung der VP-Arbeitnehmer abgeben. Im Nationalrat bleibt er. Als sein Nachfolger im ÖAAB ist Außenminister Spindelegger im Gespräch.

Fritz Neugebauer, der 64-jährige Obmann des Österreichischen Arbeiter- und Angestellten-Bundes (ÖAAB) hat am Freitag angekündigt, im Laufe dieses Jahres seine Funktion als Chef des Arbeitnehmerbundes der ÖVP zu übergeben. Er habe bereits anlässlich des ÖAAB-Bundestages 2007 erklärt, nicht die gesamte Periode zu machen sondern zur Halbzeit das Amt zu übergeben. "Das werde ich auch machen." Auf die Frage, ob er sich damit noch heuer von dem Amt zurückziehen werde, sagte Neugebauer: "Das wird schneller gehen, als so manche glauben."

Spindelegger als Nachfolger?

Er sei dabei, den Übergang gut zu organisieren, und zwar unabhängig von verschiedenen Zurufen, sagte Neugebauer. Er sei bereits in Gesprächen darüber. Bei der heutigen Sitzung des ÖAAB-Vorstandes werde das aber nicht auf der Tagesordnung stehen.

Die besten Karten, Neugebauers Nachfolger im ÖAAB zu werden, dürfte derzeit VP-Außenminister Michael Spindelegger haben. Aber auch Staatssekretärin Christine Marek wird als Kandidatin gehandelt. Neugebauer bezeichnete Spindelegger am Freitag als "ausgezeichnete Persönlichkeit, wie viele im ÖAAB". Er wolle seine Nachfolge jedenfalls "professionell", aber "nicht vor dem Schaufenster" regeln.

Den Vorwurf, dass der ÖAAB sich unter seiner Führung zu sehr auf auf den Öffentlichen Dienst konzentriert habe, wies Neugebauer zurück. Er verneinte auch, dass er mit seinem Rückzug einer eventuell drohenden Demontage zuvorgekommen sei.

Neugebauer bleibt im Parlament

Ob sich Neugebauer in nächster Zeit auch aus seiner Funktion als GÖD-Vorsitzender zurückziehen werde, werde man sehen, erklärte Neugebauers Sprecherin Eva Gollubits am Freitag im Gespräch mit "Diepresse.com". Derzeit sei das aber nicht geplant. Im Herbst stünden außerdem Personalvertretungswahlen an. Sein Nationalrats-Mandat werde Neugebauer behalten.

Neugebauer kokettiert gerne mit seinem Ruf als "Betonierer". Die Wochenzeitung "Falter" bezeichnete ihn unlängst als das "Betongoderl der Nation". Gegen Neugebauer ist in Österreich nur selten etwas durchzusetzen, sei es in der GÖD, sei es im ÖAAB. Und auch nicht in der ÖVP, für die er seit 1996 im Nationalrat sitzt und die ihn am 25. November 2008 zum Zweiten Nationalratspräsidenten gemacht hat.

(APA/kron)