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Britisches Parlament wird Opfer des Conficker-Wurms

Sicherheitsrisiko Conficker
(c) AP (Joerg Sarbach)
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Der gefährliche PC-Schädling Conficker hat sich auf Computern von britischen Abgeordneten und Lords breitgemacht. Am 1. April soll der Wurm seine Macher kontaktieren.

Der PC-Schädling Conficker ist nun auch in das britische Parlament eingedrungen. Der Wurm hat sich auf den Rechnern einiger Abgeordneter und Mitglieder des House of Lords breit gemacht, berichtet die britische "Computerweekly". Es ist nicht die erste Conficker-Attacke auf Politiker. Anfang Jänner wurde etwa die Kärntner Landesregierung Opfer des Wurms, der tausende PCs infiziert hatte. Auch in Militärnetzwerke ist Conficker bereits eingedrungen. Weltweit wird die Zahl der infizierten Rechner auf mehrere Millionen geschätzt.

Die jüngste Variante des PC-Schädlings wird sich am 1. April aktivieren und seine Macher kontaktieren. Das haben Forscher von SecureWorks aus den Codezeilen des Wurms herausgelesen. Darüber, was dann passieren könnte, gibt es jedoch keinerlei Anhaltspunkte. Experten mutmaßen, dass ein Zusammenhang mit dem G20-Gipfel bestehen könnte, der am 2. April stattfindet.

Der PC-Schädling treibt seit Oktober sein Unwesen und hat es auschließlich auf Windows-PCs abgesehen. Der Wurm überträgt sich bevorzugt über Wechselmedien und kann auf infizierten Rechnern automatisch Code aus dem Internet nachladen. Microsoft hat die Schwachstelle über die Conficker ursprünglich in das System eingedrungen ist, bereits geschlossen. Da zahlreiche Windows-PCs aber nicht regelmäßig mit Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden, ist die Verbreitung des Wurms nach wie vor ungebremst.

Das rumänische Sicherheitsunternehmen BitDefender hat nach eigenen Angaben das erste Tool entwickelt, das den Wurm von infizierten PCs restlos entfernt und für Conficker unsichtbar bleibt.

 

(sg)