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EU will Netflix zu europäischen Produktionen zwingen

The Netflix logo is shown in this illustration photograph in Encinitas, California
REUTERS
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Eine Quote von mindestens 20 Prozent lokaler Inhalte soll laut EU-Kommissar Ansip eine Angleichung von Streaming-Anbietern und Fernsehsendern herstellen.

Nach der Frauenquote, der Geschlechterquote und Quotenregelungen in der Landwirtschaft (zum Beispiel: Milchgarantiemengenregelung 1984) überlegt die EU die Einführung einer neuen Quote. Andrus Ansip, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für den digitalen Binnenmarkt, will Anbieter wie Netflix und Amazon dazu verpflichten, mindestens 20 Prozent an lokalen Inhalten anzubieten. Ziel ist es, eine Angleichung zwischen Streaming-Anbietern und Fernsehsendern herzustellen. Bereits beide Anbieter haben bereits vor den Forderungen Ansips deutsche Produktionen angekündigt.

Ansip erklärt im Interview mit der französischen Zeitung "Les Echos" an, dass es für die Einführung der Quote die Zustimmung der Kommission, des EU-Parlaments und des Rats benötige. Er könne sich vorstellen, die Quote in die Richtlinie AVMSD (Audivisiual Media Services Directive) aufzunehmen.

Die Forderung des EU-Kommissars kommt spät, denn bereits Netflix und Amazon haben angekündigt, deutsche Eigenproduktionen ins Angebot aufzunehmen. Die Mysterieserie "Dark" wurde bereits im Februar angekündigt und ist zur Gänze in Deutschland geschrieben, gedreht und produziert. Die Dreharbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Ähnlich verhält es sich bei Amazon, denn hier arbeitet man gemeinsam mit dem deutschen Schauspieler Matthias Schweighöfer zusammen, der in der Thrillerserie nicht nur die Hauptrolle übernimmt, sondern zugleich Regisseur und Produzent ist. Ende Mai sollen in Berlin die Dreharbeiten dafür beginnen.

 

(Red.)