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Wahlkampfkosten: Hofer voran, Hundstorfer vor Van der Bellen

Wahlwerbung
Wahlwerbung(c) APA (ROLAND SCHLAGER)
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Vor dem ersten Hofburg-Wahlgang lag der FPÖ-Kandidat bei den Ausgaben an der Spitze. Die aktuellen Kosten sind noch nicht fix budgetiert.

Die Wiederholung der Präsidentenwahl bedeutet für Grüne und FPÖ eine weitere Kostenbelastung. Endgültig beziffert werden die Wahlkampfbudgets der beiden Kontrahenten von ihren Teams zwar noch nicht. Doch gibt es Prognosen. So setzte der Kampagnenleiter von Alexander Van der Bellen, Lothar Lockl, neben Unterstützung der Grünen auf verstärkte Privatspenden. Letztere haben seinen Angaben zufolge bereits 486.000 Euro eingebracht. Ein konkretes Wahlkampfbudget will er noch nicht beziffern, aber: „Ich schätze, dass man mindestens 1,5 Millionen Euro braucht, um österreichweit eine Kampagne auf die Beine zu stellen, die sichtbar ist. Alles, was darüber hinausgeht, wäre erfreulich und würde die Sichtbarkeit erhöhen.“

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hat zuletzt von unter zwei Millionen Euro Wahlkampfbudget für die neuerliche Stichwahl am 2. Oktober gesprochen. Ihren offiziellen Wahlkampfauftakt plant die FPÖ übrigens Anfang September im blau regierten Wels. Der Intensivwahlkampf wird damit nur wenige Wochen dauern.

Van der Bellen auf Rang drei

Halten die Prognosen, würde Hofer aus finanzieller Sicht neuerlich vorne liegen, denn schon bisher führte der Dritte Nationalratspräsident bei den Ausgaben, wie Daten des Marktforschers Focus zeigen. Demnach schaffte Van der Bellen, der Sieger der aufgehobenen Stichwahl am 22. Mai, seinen Wahlerfolg mit vergleichsweise geringen Werbeausgaben.

Laut Focus liegen die Grünen bzw, Van der Bellens Unterstützerverein nur an dritter Stelle: 1,39 Millionen Euro wurden demnach im April und Mai in Plakate, Inserate und weitere Kampagnen investiert. Damit liegt Van der Bellen nicht nur hinter Hofer, der mit 1,98 Millionen Euro am meisten Geld in Wahlwerbung investiert hat. Auch die SPÖ mit ihrem im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten Rudolf Hundstorfer kommt in den Focus-Zahlen auf höhere Werbeausgaben (1,92 Millionen Euro).

Am vierten Rang hinter Van der Bellen liegt die ÖVP mit 1,07 Millionen Euro. Ihr Kandidat Andreas Khol ist ebenfalls im ersten Durchgang ausgeschieden. Dahinter folgen Baumeister Richard Lugner mit rund 117.000 Euro und die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss, die rund 93.000 Euro in Wahlwerbung investierte.

Bisherige Wahlkampfbudgets der BP-Wahl
Bisherige Wahlkampfbudgets der BP-Wahl(c) APA

(APA)