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Darabos: Eurofighter-Deal brachte "größte Ersparnis"

Darabos: Eurofighter-Deal brachte "größte Ersparnis"
EurofighterAPA/HERBERT NEUBAUER

Der Ex-Verteidigungsminister weist die Vorwürfe des Grün-Abgeordneten Pilz zurück. Der U-Ausschuss sei nicht "abgedreht" worden.

Der frühere Verteidigungsminister und jetzige burgenländische Landesrat Norbert Darabos (SPÖ) weist die Vorwürfe des Abgeordneten Peter Pilz (Grüne) in der Causa Eurofighter zurück. Die Anschuldigungen seien "rein parteipolitisch motiviert". Der 2007 erzielte Vergleich mit der Firma Eurofighter sei "ein Erfolg", habe er doch den Steuerzahlern eine Ersparnis von 370 Millionen Euro gebracht.

Pilz vergesse, "dass das die größte Ersparnis ist, die ein Minister in der Zweiten Republik je realisiert hat", betonte Darabos am Freitag in einer Aussendung. Der U-Ausschuss zur Causa sei auch nicht wie behauptet "abgedreht" worden: In der Vertragspunktation stehe nur, es werde "davon ausgegangen", dass der U-Ausschuss Ende Juni 2007 die Arbeit beendet - und dass "die Wirksamkeit der Vereinbarung davon unabhängig" ist. "Es versteht sich von selbst, dass auf das Parlament natürlich kein Druck ausgeübt wurde. Das wäre auch verfassungsrechtlich gar nicht möglich", so Darabos.

Pilz hatte - angesichts der ihm nun vorliegenden Vertragspunktation zwischen Darabos und der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH - in der "ZiB 2" und in "News" den Vorwurf erhoben, die SPÖ und Kanzler Alfred Gusenbauer hätten den versprochenen Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag hintertrieben. Er äußerte auch den Verdacht der Korruption - denn seiner Meinung nach habe Darabos auf Wunsch von EADS den Verhandlungsführer ausgetauscht.

(APA)