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Hofer will "Russland-Sanktionen auslaufen lassen"

FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer
FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert HoferAPA/KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
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Der FPÖ-Präsidentschaftskandidat sieht durch die Wahl Donald Trumps Rückenwind für sich.

FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer sieht sich nach dem Sieg Donald Trumps gestärkt für die kommende Wahl in Österreich. "Dort, wo sich die Eliten vom Wähler entfernen, werden die Eliten abgewählt", sagte er im  Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Republikaner Trump punkte bei der amerikanischen Bevölkerung mit ähnlichen Wahlkampfthemen, wie sie auch die FPÖ in Österreich forciere: Etwa die Begrenzung der Zuwanderung und die generelle Unzufriedenheit mit der etablierten Politik.

Nach dem Sieg Trumps hofft Hofer, dass es nun zu einer
Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland komme. "Ich wäre sehr dafür, die Russland-Sanktionen auslaufen zu lassen." Als falsches Mittel der EU will er die Sanktionen aber nicht bezeichnen. "Die EU musste reagieren, aber es kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man auch erkennen muss, dass die
Sanktionen nichts Positives bewirkt haben." Die Leidtragenden seien die Unternehmen. Die österreichische Wirtschaft ist mit der russischen eng verzahnt. Viele Unternehmen, wie etwa der Ölkonzern OMV, der Baukonzern Strabag oder die Raiffeisen Bank International haben enge Geschäftsbeziehungen mit Russland.

"Chancen, dass EU sich neu erfindet"

Hofer, an sich ein scharfer EU-Kritiker, schlug nun sanftere Töne an: Er hoffe, dass es nach dem Austritt der Briten ein "Erwachen" in der EU gebe. "Dass man sagt, wir haben große Fehler gemacht, wir sind soweit gegangen, dass uns eines unserer wichtigsten Mitgliedsländer abhanden gekommen ist, jetzt müssen wir es besser machen." Die Gefahr, dass die EU auseinanderbreche, sei aber nicht vom Tisch zu wischen. "Es gibt diese Befürchtungen, aber die Chancen, dass die EU sich neu erfindet, sind doch größer als das Verfallen."

(Reuters)