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Milliardenschatz in der Karibik soll gehoben werden

Cartagena
Cartagena(c) imago/robertharding (imago stock&people)
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Die spanische Galeone "San Jose" sank vor mehr als 300 Jahren vor Kolumbien. Nun soll sie geborgen werden.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat
die baldige Bergung der vor mehr als 300 Jahren gesunkenen
spanischen Galeone "San Jose" angekündigt - an Bord soll sich ein
Milliardenschatz befinden. Santos sagte am Dienstag, dass eine
staatlich-private Allianz in den vergangenen Monaten die Details des
Projekts erarbeitet habe und der Plan nun stehe.

Die "San Jose" sank 1708 nach einer Seeschlacht gegen die Flotte
des englischen Admirals Charles Wager - und mit ihr Millionen Gold-
und Silbermünzen und teure Smaragde. Als Wissenschafter Ende 2015
Teile des Wracks vor der Hafenstadt Cartagena entdeckten, war das
eine archäologische Sensation. Die Schätzungen zum Wert der Ladung
reichen von drei bis 17 Milliarden US-Dollar (2,67 Mrd. bis 15,15
Mrd. Euro). Wem das Schiff gehört, ist allerdings durchaus
umstritten.

Gleich nach der Entdeckung der "San Jose" meldete Spanien seine
Ansprüche an. Madrid pochte auf eine Konvention der Unesco über den
Schutz von Gütern auf dem Meeresgrund. Nach diesem Abkommen gehören
gesunkene Kriegsschiffe dem Staat ihrer Herkunft. Kolumbien hat die
Konvention allerdings nicht unterzeichnet. Santos betonte, wichtiger
als das Geld sei es, dieses große archäologische Erbe zu retten.

(APA/dpa)