Achtung, Männer! Musik macht schöner

Symbolbild.
Symbolbild.(c) imago/Rudolf Gigler (imago stock&people)

Frauen fanden Partner nach Klassik-Hörprobe attraktiver.

Musik ist universell: Alle Kulturen kennen sie. Doch welche evolutionsbiologische Funktion hat sie? Was macht sie für den Menschen so relevant, dass er sich ihr seit 40.000 Jahren widmet? Diese Fragen stellte sich ein Psychologen-Team um Manuela Marin und Helmut Leder von der Universität Innsbruck.

Die Forscher gingen dabei einer Theorie von Charles Darwin nach, der den Vergleich mit Singvögeln anstellte: Musik sei durch sexuelle Selektion entstanden. Die motorischen und kognitiven Fähigkeiten, die beim Musizieren (bei den Vögeln: beim Singen) notwendig sind, dienen als Indikator für gute Gene. Genau diese Rolle von Musik bei der Partnerwahl untersuchten die Forscher nun.

Sie untersuchten, ob Musikhören beeinflusst, wie Testpersonen die Attraktivität potenzieller Partner bewerten. Die 96 heterosexuellen Personen mit einem Durchschnittsalter von rund 23 Jahren seien anhand ihrer Ähnlichkeiten in Gemütsverfassung, Beziehungsstatus und musikalischen Vorlieben ausgewählt worden. Klassische Klaviermusik aus dem 19. Jahrhundert sollte sie für die danach vorgelegten Gesichter in Stimmung bringen.

 

Unabhängig vom Zyklus

Und während manche auf Alkohol schwören, um das Gegenüber beim Rendezvous attraktiver wahrzunehmen, als es eigentlich ist, stellte sich im wissenschaftlichen Versuch heraus: Auch Musik kann diese Wirkung haben – allerdings nur für Frauen. Sie gaben Männern signifikant höhere Bewertungen, nachdem sie die Musik gehört hatten (im Vergleich zur stillen Kontrollsituation) – und das völlig unabhängig von ihrem Menstruationszyklus.

Komplexe, lebendige Musik hatte übrigens die stärkste Wirkung. Die getesteten Männer ließen sich von ihr nicht beeindrucken. (APA/trick)