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US-Investmentbank setzt Mitarbeiter unter Druck, nachts im Büro zu bleiben

Email von Moelis
Dieser Screenshot kursiert im Netz.Screeshot/Instagram
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Die Investmentbank Moelis ist einmal mehr mit fragwürdigen Arbeitsbedingungen aufgefallen. Grund ist eine interne Email, die im Internet veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2015 schaffte es die kleine New Yorker Investmentbank Moelis weltweit in die Schlagzeilen: Ein 29-jähriger Investmentbanker beging Suizid, nachdem er sehr viel gearbeitet hatte. Es war einer von mehreren tragischen Vorfällen, die das Interesse auf die extrem harten Arbeitsbedingungen in der Branche lenkten. Viele Investmentbanken - darunter auch Moelis - gelobten danach Besserung. Eine interne Email, die nun im Internet veröffentlicht wurde, lässt aber Gegenteiliges vermuten. Ein Personaler zählt darin jene elf Personen auf, die er bei einem Kontrollgang auf ihren Plätzen gesehen hat. Der Haken daran: Die Mail wurde nach Mitternacht verschickt, wie das deutsche "Handelsblatt" berichtet.

Der Manager setzte in dem Schreiben Mitarbeiter unter Druck: Er wisse zwar, dass sie alle "sehr hart arbeiten", auch von daheim aus. Allerdings kämen ständig neue Mitarbeiter ins Haus und ihm bliebe nichts anderes übrig, um zwischen den Bankern zu unterscheiden, als zu kontrollieren, "wer in den frühen Morgenstunden im Büro ist." Laut einer aktuellen Umfrage arbeiten Moelis-Analysten im Schnitt 84,3 Stunden pro Woche. 

Im Internet stieß die Email - wenig überraschend - auf scharfe Kritik, User sprachen von "Folter". So würde eben in allen Investmentbanken gearbeitet, meinen andere dazu. Von Moelis gab es bisher kein offizielles Statement.

>>> Bericht auf "Handelsblatt.de"

(Red.)