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Vorwurf: US-Schule spioniert Schüler mit Laptop-Webcam aus

Kinder mit Laptop
(c) EPA (Andy Rain)
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Ein Schüler soll ohne sein Wissen daheim fotografiert worden sein. Dazu wurde die Webcam seines Macbooks ferngesteuert, lautet der Vorwurf. Die Schule behauptet, die Funktion soll Diebstähle vereiteln.

Ein Schulbezirk der US-Metropole Philadelphia soll von Schulen ausgegebene Macbooks dazu nutzen, um Schüler auszuspionieren. Die Familie eines Schülers erhebt Anklage gegen den Bezirk, nachdem seine Schule ihm "ungebührliches Verhalten zu Hause" vorgeworfen hatte. Der Vorwurf wurde von einem Foto begleitet, der mit der Webcam des Macbooks aufgenommen wurde. Im betroffenen Schulbezirk sind 2300 Schüler von ihren Bildungseinrichtungen mit Laptops ausgerüstet worden.

Webcam soll Diebstahl vereiteln

Die Schule hat bestätigt, dass die Webcams der tragbaren Rechner in der Tat per Fernsteuerung aktiviert werden können. Wie Computerworld berichtet, soll das aber nur dazu dienen, um Diebe zu erwischen. In diesem Fall würde ein Foto mit der Webcam gemacht werden und ein Bildschirmabbild erstellt. Das soll erleichtern, das gestohlene Gerät wiederzufinden.

Verfassungsmäßige Rechte verletzt

Kevin Bankston, Anwalt für die Electronic Frontier Foundation (EFF) sieht in der Maßnahme eine glatte Verletzung der verfassungsmäßig garantierten Rechte der Schüler: "Der Schulbezirk hat genausowenig das Recht, die Webcam zu benutzen wie Abhörgeräte in die Schulbücher einzubauen." Er rät den Schülern, die Webcams ihrer Geräte zu überkleben, wenn sie nicht gebraucht werden.

Schule deaktiviert Fernsteuerung

Die Schule will sich zum laufenden Prozess nicht äußern, hat aber die Fernsteuerung für die Kamera derzeit deaktiviert. Sie soll erst mit dem schriftlichen Einverständnis der Eltern wieder aktiviert werden.

(db)