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So laut sind die Frauen jetzt

Kunst am Karlsplatz: Susanne Preissl (l.) und Eva Puchner ließen über das Frauenwahlrecht neu abstimmen.
Kunst am Karlsplatz: Susanne Preissl (l.) und Eva Puchner ließen über das Frauenwahlrecht neu abstimmen.(c) Clemens Fabry
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Plötzlich hat Österreich drei Parteichefinnen und zwar zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts und dem Start des Frauenvolksbegehrens. Selten standen Frauen und ihre Rechte so im Mittelpunkt wie in diesem Herbst. Woran das liegt und was sich sonst so tut.

Es war gar nicht so leicht, einen Titel für diesen Text zu finden. Vieles, was auf der Hand lag, klang platt, peinlich oder erinnerte an die Titel von Frauenzeitschriften oder Diskussionssendungen öffentlich-rechtlicher Sender: „Frau im Fokus“, „Frau im Bild“. Im Wortsinn aber träfe es das genau. Selten sind Frauen und ihre Rechte und Rollen so breit diskutiert worden wie gerade jetzt. Selten hatte man das Gefühl, dass Debatten und Forderungen der vergangenen Jahre endlich Früchte tragen. Dass sich etwas bewegt. Das liegt auch an der Popkultur und einer „Feminism is chic“-Attitüde, die Sängerinnen wie Beyoncé und Modelabels zu verdanken sind, die T-Shirts mit Statements wie „The Future is Female“ im Sortiment haben.

Aber auch in Österreich tut sich mehr als zuletzt: Morgen, Montag beginnt die Eintragungswoche des Frauenvolksbegehrens und sie wird von zahlreichen Veranstaltungen und Medienberichten begleitet. Österreich feiert außerdem ab dieser Woche mit diversen Diskussionen und Ausstellungen 100 Jahre Frauenwahlrecht. Und dann gibt es diesen ziemlich überraschenden Aufstieg von Frauen in der Politik. Seit vergangener Woche haben alle drei Oppositionsparteien Österreichs eine Chefin. Mit Pamela Rendi-Wagner (SPÖ), Beate Meinl-Reisinger (Neos) und Maria Stern (Liste Pilz) wird nun die Mehrheit der Parlamentsparteien von Frauen geführt.