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Admira, die Rückkehr des Glaubens

Admira jubelte zum Auftakt über den erst dritten Sieg im 19. Bundesligaspiel.
Admira jubelte zum Auftakt über den erst dritten Sieg im 19. Bundesligaspiel.(c) APA/HERBERT PFARRHOFER
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Schlusslicht Admira präsentierte sich zum Frühjahrsauftakt stark verbessert, das 3:0 gegen Innsbruck lässt den Verein hoffen. Es war der erste Sieg der Südstädter seit fünf Monaten.

Maria Enzersdorf/Wien. Bundesligist Admira hat zum Frühjahrsstart ein kräftiges Lebenszeichen abgegeben. Der souveräne 3:0-Heimsieg am Samstag gegen Wacker Innsbruck war der erste unter Trainer Reiner Geyer in dessen siebentem Ligaspiel. „Klar tut uns das gut“, sagte der 54-jährige Deutsche. Für sein Team ging eine Serie von zehn sieglosen Partien zu Ende, in der Geyer-Ära wurden fünf der 14 Punkte geholt.

Mit dem dritten Saisonsieg, dem ersten vor eigenem Publikum, konnte der Rückstand auf den Vorletzten, Altach, auf einen Zähler verringert werden. Zudem konnten die nur noch drei Punkte entfernten Innsbrucker voll in den Kampf gegen die „Rote Laterne“ verwickelt werden. „Der Auftakt hätte für uns nicht besser sein können. Es ist ein sehr schönes Gefühl, nach zehn Runden wieder einmal zu gewinnen“, meinte Tormann Andreas Leitner. Der 24-Jährige konnte sich einige Male auszeichnen, hielt die Null fest.

Die Defensive der Hausherren präsentierte sich trotz des frühen „bitteren“ Ausfalls von Bjarne Thoelke, der einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitt, sattelfester als im Herbst. Das war auch auf Christoph Schösswendter zurückzuführen, der nach seinem glücklosen Gastspiel bei Union Berlin bei seinem Comeback im Admira-Dress über einen Sieg jubeln durfte. „So zu starten ist wirklich unglaublich“, betonte der 30-jährige Innenverteidiger, dem im Vorfeld eine Magen-Darm-Grippe zu schaffen gemacht hatte.

 

Richtungsweisend

Geyer verzichtete auf Einzellob und bat sein ganzes Team vor den Vorhang. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, resümierte der mit „dem Ergebnis und dem Spiel sehr zufriedene“ Admira-Trainer. Die harten Mühen in der Wintervorbereitung haben sich gelohnt. Dementsprechend war die Stimmung in der Kabine der Südstädter. „Man merkt, dass jedem ein Stein vom Herzen gefallen ist“, gab Schösswendter Einblick. Zurücklehnen dürfe man sich jetzt nicht. „Wir haben noch nichts erreicht und müssen nächste Woche an die Leistung anschließen“, sagte Schösswendter. Da hat man es in der Hand, das Tabellenende zu verlassen, geht es doch am 2. März auswärts gegen Altach. Die Vorarlberger waren mit ihrem 0:0 beim viertplatzierten WAC zufrieden. „Es war wichtig, zu sehen, dass man mit Altach immer rechnen muss, auch auswärts“, so Coach Grabherr.

Wacker hatte hingegen keinen Grund zur Freude. Am 3. März zu Hause gegen Mattersburg muss eine Leistungssteigerung her, um den Fehlstart vergessen zu machen sowie nach fünf sieglosen Spielen auf die Erfolgsstraße zurückzukehren. Coach Karl Daxbacher ärgerte sich am Samstag über die individuellen Fehler, die zu den Toren vor der Pause führten. Nach dem 1:3 in Innsbruck gab es gegen die Admira wieder eine Niederlage. „Wir kommen noch zweimal gegen sie dran, dann werden wir es noch einmal probieren, sie zu schlagen“, sagte der Trainer-Routinier.

 

Debatte um TV-Gelder

Lask wittert nicht nur auf dem Spielfeld der Fußballbundesliga nach dem klaren 2:0-Sieg gegen Austria Höhenluft, sondern begehrt auch ein größeres Stück vom Geldkuchen. Zwölf Vereine teilen sich die Einnahmen der TV-Gelder, und vor der außerordentlichen Klubkonferenz am Dienstag sammeln die Oberösterreicher schlagkräftige Argumente. Denn die Verteilung sei nicht christlich, sie habe eine zu große Lastigkeit zugunsten Rapids. „Ich glaube, in ganz Europa gibt es das nicht, dass der Tabellenachte (Anm.: Rapid)um 1,4 Millionen Euro mehr kriegt als der sportlich Erfolgreichste. Das sind Sachen, die gehen nicht“, schilderte Lask-Präsident Siegmund Gruber in einem Sky-Interview seine Sicht der Dinge.

Rapid wähnt sich in dieser Debatte in der Pole-Position und droht mit dem Ausstieg aus der Zentralvermarktung. (red/ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.02.2019)