Ehe mit dem Volk?

Das Leben als ein einziges Stockholm-Syndrom. Langsam, dafür umso schlüssiger baut Marlene Streeruwitz in ihrem Roman „Flammenwand.“ ein gebrochenes Eheversprechen als politische Chronik auf. Durchdacht, klug komponiert, großartig.

Wie selten ist es geworden, dass man während der Lektüre eines zeitgenössischen Werkes „Grandios!“ denkt, und diese Einschätzung über den letzten Satz hinaus Bestand hat. Marlene Streeruwitz' „Flammenwand.“, ein Roman mit Anmerkungen, der dieser Tage im S. Fischer Verlag erscheint, ist großartig, da durchdacht, klug komponiert und jedes darin genutzte Strukturmittel fundiert ist.