Nickel in Billig-Schmuck: Experten raten zu Schnelltest

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Die AK ließ Ohrstecker testen, einer von zehn überschritt den Nickel-Grenzwert, drei waren gerade noch akzeptabel.

Einer von zehn überprüften Billig-Ohrsteckern hat bei einem Test der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich mehr Nickel freigesetzt als erlaubt, drei weitere Schmuckstücke waren grenzwertig. Das berichteten die Konsumentenschützer am Mittwoch. Da viele Menschen auf Nickel allergisch reagieren, empfehlen sie, einen Schnelltest aus der Apotheke zu benutzen.

Nickel sei in fast allen Legierungen vorhanden und daher auch oft in Modeschmuck enthalten, informierte die AK. Allerdings sei das Metall auch das häufigste Kontaktallergen und kann bei empfindlichen Personen zu einer Entzündung der Haut führen.

Schnelltest aus der Apotheke

Die AK ließ zehn zufällig ausgewählte Ohrstecker aus dem Einzelhandel, die alle weniger als fünf Euro kosteten, von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf ihre Nickelabgabe testen. Laut EU-Verordnung dürfen Ohrstecker maximal 0,2 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter und Woche absondern. In einem Fall waren es aber 18 bis 50 Mikrogramm. Bei drei Produkten lagen die Werte im gerade noch akzeptablen Bereich.

Ob ein Schmuckstück Nickel enthält, ist mit freiem Auge für den Konsumenten nicht sichtbar. Daher raten Experten Allergikern zu einem Schnelltest aus der Apotheke. Dabei reibt man mit einem flüssigkeitsgetränkten Stäbchen über das Metall und erkennt anhand der Farbreaktion, ob Nickel freigesetzt wird.