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Dieses Jahr wirklich

Durch die kalte Jahreszeit radeln? Das schaffe ich wohl nicht. Ich habe andere Ziele – und einen Plan.

Am Abend zuvor ist schon alles vorbereitet: die Handschuhe, die Haube, die warmen Socken. Heuer will ich es wirklich schaffen, dieses Jahr möchte ich tatsächlich den ganzen Winter mit dem Rad fahren. Aber dann, am Morgen danach, ist sogar die Fahrt in die Arbeit mit der U6 verlockender als das Radeln in der Kälte. Der innere Schweinehund wacht mit den niedrigen Temperaturen erst so richtig auf.

Dafür habe ich mir für diese Saison ein anderes Ziel gesetzt, das ich hoffentlich erreichen werde: Mit den Crossfit-Stunden, die ich seit dem Sommer nehme, werde ich weitermachen. Dieses Mal wirklich. Damit mir meine eigene Faulheit nicht dazwischenkommt, habe ich mir auch schon einen Plan zurechtgelegt. Der wichtigste Punkt ist wahrscheinlich, dass ich das Training am Morgen erledige. Statt nach der Arbeit, wenn leicht etwas dazwischenkommen könnte, gehe ich davor in die Sportstunde.

Schon in den warmen Monaten habe ich mir angewöhnt, in der Früh Sport zu machen. Jetzt, da auf den Straßen die Kälte und Dämmerung warten, fällt das Aufstehen schwerer. Da kommt die zweite Taktik ins Spiel, damit ich nicht im Bett bleibe – der soziale Druck. Für das Training verabrede ich mich immer auch mit jemandem. Um sie nicht allein auf Boxen springen und rudern zu lassen, muss ich aufstehen.
Einmal im Studio, hat man ohnehin keine andere Möglichkeit, als aufzuwachen: Die Trainer geben das Tempo vor, und dann wird man schon mitgerissen. Im übertragenen Sinne natürlich, denn die Gewichte muss man am Ende dann doch selbst stemmen.

Das Wichtigste ist aber: Wenn man einmal angefangen hat, macht es richtig Spaß. Und dann kommt die Motivation sowieso leichter. Vielleicht fahre ich sogar wieder einmal mit dem Rad ins Training. Spätestens im Frühling.

E-Mails an: iris.bonavida@diepresse.com