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„Presse“-Podcast 18'48''

„Die Presse“ kann man seit einiger Zeit auch hören.

Spätestens unter der geschmückten Tanne besingen wir die „Stille Nacht“, aber bis zur Dämmerung des 24. Dezember geht es bei den meisten von uns wenig besinnlich und schon gar nicht ruhig zu. Doch die Sehnsucht danach wird bei vielen Menschen immer größer, nicht nur im Jahresendzeitmonat Dezember. Sogar die Weltgesundheitsorganisation WHO hat schon festgestellt, dass der Verkehrslärm nach der Luftverschmutzung die zweitstärksten Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Daher hat sich Eva Winroither für unsere Titelgeschichte auf die Suche nach der Stille begeben – und unter anderem Nicoleta Pfeffer-Barbela gefunden. Die Meditationsexpertin hat 2015 mit der sogenannten City Stille in Wien einen Meditationsraum gegründet, in den buchstäblich jeder Passant hineinschneien konnte. Sie und andere Experten für Stille geben Tipps, wie man auch in der Großstadt und in dichten Zeiten rund um Weihnachten zu Ruhe und innerer Stabilität finden kann.

Mit der Lektüre der „Presse am Sonntag“ geht das Eintauchen in die Stille vielleicht leichter. Ich empfehle dazu etwa die Interviews mit Snowboarderin Anna Gasser (Seite 26), über deren Leben gerade eine Doku gedreht wird, und der Münchner Rapperin Fiva (S. 41). Günther Hallers Adieu zu dem Plastiksackerl (S. 46), die Analyse von Thomas Prior über die mittlerweile recht zähen türkis-grünen Regierungsverhandlungen und Andrey Arnolds Würdigung des neuen und angeblich wirklich finalen „Star Wars“-Films „Der Aufstieg Skywalkers“.

Und auch wenn das mit Stille streng genommen nichts zu tun hat, sei hier ein Hinweis auf unseren neuen „Presse“-Podcast 18'48'' erlaubt, den ich seit September gemeinsam mit Georg Gfrerer produziere und der abrufbar ist auf www.DiePresse.com und überall, wo es Podcasts gibt. In der aktuellen elften Folge spricht Rainer Nowak mit dem langjährigen Oberrabbiner Wiens, Paul Chaim Eisenberg, über Weihnachten und Humor. Weil nach einer Phase der Stille kann ein gutes Gespräch zum Hören ja wieder etwas sehr Feines sein. AWA

anna.wallner@diepresse.com

www.diepresse.com/ausderredaktion[Q01P6]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.12.2019)