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Wirtschaft: Mit dem Migrantenmedium durch Ottakring

Das Magazin „Kosmo“ führte die Chefin der Wiener Wirtschaftskammer durch die Community.

Mitten in Ottakring: Einen etwas anderen Spaziergang durch den 16. Bezirk erlebte gestern, Dienstag, Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank. Viele exjugoslawische Unternehmer sind hier beheimatet, und genau mit jenen Betrieben will Dragomir Janjic die Wirtschaftskammer stärker vernetzen. Janjic kennt die exjugoslawische Community genau: Er ist Verlagsleiter des in serbokroatisch erscheinenden Monatsmagazins „Kosmo“.

Bei der Auswahl der Unternehmer, die während des Spaziergangs besucht wurden, war besonders wichtig, dass sie aus den drei unterschiedlichen Communitys aus Exjugoslawien (Bosniaken, Kroaten, Serben) stammen. Nach dem Besuch eines Restaurants (Saloon), eines Sportladens (Rado Sport) und eines Frisiersalons (Marica) fand sich die Delegation der Wirtschaftskammer im „Segafredo Fashion“ ein, das auch von einem exjugoslawischen Geschäftsführer geleitet wird. Bei den Diskussionen stellte Jank unter anderem fest, dass sich auch in von Migranten betriebenen Lokalen derzeit fast alles nur um ein Thema dreht: Fußball. Abgesehen davon wurde aber auch über tatsächlich brennende Themen wie das Rauchverbot in Lokalen gesprochen.

 

Erfahrungen sammeln

Wegen der guten Kontakte mit der Wiener Wirtschaftskammer und deren Diversitätsabteilung sei es zu diesem Spaziergang gekommen, erzählt „Kosmo“-Verlagsleiter Janjic. Bei einem gemeinsamen Treffen entstand dann die Idee, durch die Unternehmen des 16. Bezirks zu spazieren. So könne die Wirtschaftskammerpräsidentin „Menschen kennenlernen, Erfahrungen sammeln und diese dann in Entscheidungen einfließen lassen“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2010)