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Universität Graz: Vom Lesen auf dem fliegenden Teppich

Radikal bereinigt: die Bibliothek der Grazer Karl-Franzens-Universität mit „fliegendem Teppich“ – den zweigeschoßigen . . .
Radikal bereinigt: die Bibliothek der Grazer Karl-Franzens-Universität mit „fliegendem Teppich“ – den zweigeschoßigen . . .(c) Crystal O'Brien
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Dass eine Bibliothek ganz im Zeichen von Wissenserwerb und Forschung steht, wird niemanden überraschen. Mit der neu gefassten Grazer Universitätsbibliothek hat man darüber hinaus einen vibrierender Ort der Begegnung geschaffen.

Wozu vergrößert man das Raumangebot einer Bibliothek in Zeiten digitaler Megalomanie, in der mehr Informationen auf ein Smartphone passen, als man sich aus den gesammelten Bänden einer Kleinstadtbücherei holen kann? Wer heute Bibliotheken baut, will nicht mehr Speicher für noch mehr Bücher, sondern Orte der Begegnung schaffen. Lesen ist nur eine Option. Was gelesen wird, wird immer häufiger digital zur Verfügung gestellt. Diese weltweiten Trends machen auch vor der Universität als Ort des Forschens nicht halt. 2015 wurde für die Sanierung und Erweiterung der Uni-Bibliothek Graz ein Wettbewerb ausgeschrieben, in dem die „Gesamtbetrachtung der städtebaulichen Situation unter Berücksichtigung von qualitätvollen Außen- und Freiräumen“ verlangt wurde. Aus den 35 Beiträgen stach einer heraus: Signifikanz durch klare Formen und Proportionen wurde von der mutigen Jury mit dem ersten Preis bedacht.