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Haupt­versammlungen fallen Corona zum Opfer: Was Unternehmen beachten müssen

Symbolbild: Die Hauptversammlung der National Australia Bank im vergangenen Dezember in Sydney.
Symbolbild: Die Hauptversammlung der National Australia Bank im vergangenen Dezember in Sydney.(c) Getty Images (David Gray)
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2020 müssen viele Aktionäre länger auf Dividenden warten. Viele Gesellschaften sagen ihre Hauptversammlungen aufgrund von Corona ab. Das will gut überlegt sein. Doch genauso heikel ist es derzeit, an dem Aktionärstreffen festzuhalten.

Wien. Am Mittwoch hätte die ordentliche Hauptversammlung (HV) der börsenotierten Palfinger AG stattfinden sollen. Der Vorstand hat sie jedoch „aufgrund der allgemeinen Entwicklung und um einen Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus zu leisten“ abgesagt.

Wann sie stattfinden wird, kann der Palfinger-Vorstand derzeit noch nicht sagen: „Eine erneute Einberufung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, sobald eine Abhaltung unter normalen Rahmenbedingungen möglich ist.“

Palfinger war der erste börsenotierte Konzern in Österreich, der sich zu diesem weitreichenden Schritt entschließen musste Lenzing entschloss sich vergangenen Dienstag, es Palfinger gleichzutun. Und wer die nächsten Aktiengesellschaften (AG) sein werden, lässt sich mit einem Blick auf den heimischen Hauptversammlungs-Kalender voraussagen (www.hauptversammlung.at). März, April, Mai sind nun einmal die Hochsaison der Hautversammlungen.

Wenngleich: Keine Gesellschaft macht es sich leicht, ihre Hauptversammlung zu verschieben. Schließlich haben die Aktionäre dort die Beschüsse über die Ausschüttung sowie die Höhe der Dividende und über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu fassen. Und Aktionäre sehen es gar nicht gerne, länger als nötig auf ihre Dividende zu warten. Worauf ist also bei dieser sensiblen Entscheidung zu achten? Die „Presse“ hat recherchiert.