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Déjà-vu

Die "Nones" und die "Church-going People"

Impfgegner sagen bevorzugt "Gwarantäne", Permanentmaskierte eher Karantäne.
Impfgegner sagen bevorzugt "Gwarantäne", Permanentmaskierte eher Karantäne.Peter Kufner
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Deutsch für Inländer, Folge 13. Diese Fremdwörter! Entweder sind sie überflüssig oder frei erfunden, um damit politische Botschaften zu verbreiten.

Fremdwörter hat es immer gegeben, früher waren es vorwiegend lateinische und häufig französische und sie wurden oft nur von einer gebildeten Schicht verstanden. Solche Wörter zu verwenden mag einem Bildungsdünkel entsprungen sein, allerdings fanden manche auch den Weg in die Volkssprache wie etwa das aus dem Französischen stammende Wort Brasletten, von bracelet, Armband. Noch meiner 1906 geborenen Mutter war es ganz geläufig.

Neuerdings gibt es aber eine Gattung von Fremdwörtern, die eine politische Botschaft verbreiten wollen und mit großer Entschlossenheit verwendet werden. Sie dienen auch der Selbstverständigung von Gruppen und der Durchsetzung ihrer spezifischen Interessen, vor allem soll damit ihr Opferstatus definiert werden. So werden etwa Gruppen, die angeblich oder wirklich diskriminiert sind, als vulnerabel bezeichnet. Verletzlich wäre zu banal. Eingeborene, die automatisch zu den Opfern zählen, heißen unbedingt Indigene. Bei antiziganistisch kommt das verpönte Wort Zigeuner durch die Hintertür wieder herein.