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Munich Wrist Busters

So werden Fake-Uhren auf Instagram enttarnt

(c) REUTERS (FAYAZ AZIZ)
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Zwei junge Münchner enttarnen die gefälschten Statussymbole auf den Handgelenken von Möchtegern-Influencern, Rappern und Models.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Schon gar nicht auf Instagram und Co. Die "Munich Wrist Busters" haben es sich zur Aufgabe gemacht, gefälschte Luxusuhren auf den Handgelenken von Protzern und Prahlern zu enttarnen. Sie erklären genau, wie man das Fake vom Original unterscheidet, indem man etwa die Dicke der Lünette, den Band-Anstoß oder die Höhe der Uhr betrachtet.

Hinter dem Instagram-Account, dem schon 236.000 Menschen folgen, stehen zwei junge Männer aus München. Leon Schelske, 20, und Robin Haas, 19, die selbst im Schmuck- und Uhrengeschäft tätig sind. Zu den prominenteren Überführten zählen etwa Aaron Carter oder Prinz Marcus von Anhalt. Dass die beiden jungen Münchner Möchtegern-Influencer, Rapper und Models, die sich Fake-Uhren ums Handgelenk legen, mit ihren Fake-Uhren so öffentlich bloßstellen, stößt vielen sauer auf.

So wurden Bilder gelöscht, Konten blockiert, auf privat gestellt und sogar gelöscht. Doch nicht nur in der virtuellen Welt zeigt sich die Anfeindung. Die Anfeindungen gegen sie wurden so extrem, dass schon mehrmals Menschen vor ihrer Tür standen und Sturm geklingelt haben, berichten sie im Fernsehen. Die Polizei wurde eingeschaltet.

Schelske und Haas wollen dabei bleiben, immerhin stärken sie mit ihrer Arbeit nicht nur den Blick für Qualität und Handwerkskunst, sondern zeigen auch mehr Realität auf Instagram. Denn sie präsentieren all jene, die sich mit vermeintlichen Statussymbolen über andere erheben wollen und eine Luxuswelt vorspielen, die gar keine ist. Schadenfreunde bei den Fans der Münchner Wrist Busters inklusive.

 

 

 

(chrile)