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Darauf, was jeweils der Fall ist, stellt das Recht, die Rechtsnorm, grundsätzlich ab. Was der Fall ist, ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge, heißt es bei Ludwig Wittgenstein.
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Zeichen der Zeit

Spiegel der Juristen

Darauf, was jeweils der Fall ist, stellt das Recht, die Rechtsnorm, grundsätzlich ab. Was der Fall ist, ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge, heißt es bei Ludwig Wittgenstein. Einige Fragen zum Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit.

Die Welt ist alles, was der Fall ist.“ Der Eröffnungssatz von Ludwig Wittgensteins „Tractatus“ kann uns gut und gern als Ausgangspunkt für unsere Überlegungen zum Verhältnis von Recht und Sprache dienen: Denn darauf, was jeweils der Fall ist, stellt das Recht, die Rechtsnorm, grundsätzlich ab. Was der Fall ist, ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge, heißt es weiter bei Wittgenstein. In seinem Fall, wo er die Welt als Ganzes ins Auge fasst, ist dieser Satz mit seiner Aussage bestimmt wahr, mit dem Bedenken allerdings, dass hier ganz scharf zwischen den Dingen und den Tatsachen unterschieden wird. Wittgenstein hält also die Dinge, wie wir sie rund um uns vorfinden, strikt auseinander von den Tatsachen, die sich – jetzt erläutere ich – als Information in unserem Gehirn und letztlich als sprachlich gefasste Aussage präsentieren. Hie also die Dinge – dort die Aussagen, die wir über sie treffen.