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Apple: Rekordstrafe wegen Patentverletzungen

Apple Rekordstrafe wegen Patentverletzungen
(c) Apple
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Bis zu 625,5 Millionen Dollar muss Apple an Mirror Worlds zahlen. Die Firma hat eine Technologie erfunden, die heute zentrales Element von iPod, iPhone und Mac ist.

Apple muss voraussichtlich bis zu 625,5 Millionen Dollar an den Gründer von Mirror Worlds Technologies zahlen. Die kleine Firma hat offenbar eine Technologie erfunden, die Apple unrechtmäßig für seine Produkte einsetzte. Mit der Art wie Dateien auf iPod, iPhone und Mac dargestellt werden, hat Apple drei Patente verletzt.

Für jedes Patent hat ein texanischer Richter der Firma und seinem Gründer David Gelernter eine Summe von über 200 Millionen Dollar zugesprochen. Sollte tatsächlich die volle Summe fällig werden, handelt es sich um eine der höchsten Patentstrafen der US-Geschichte. Apple hat umgehend einen Antrag gestellt, nicht für alle drei Patente bezahlen zu müssen.

Aus Scopeware wird ungefragt "Cover Flow"

Konkret geht es bei dem Fall um "Cover Flow", mit dem Apple Musikalben-Covers, Fotos und andere Dateien überlappend darstellt, sodass sie vom Nutzer durchgeblättert werden können. Zum verwechseln ähnlich sieht dieses System den zwei ehemaligen Produkten von Mirror Worlds. Scopeware Vision diente tatsächlich als Dateiverwaltungssystem auf Windows-PCs und NewsWatcher ermöglichte die Darstellung von RSS-Feeds im "Cover Flow"-Format. Beide Produkte wurden 2004 eingestellt. 

Mirror Worlds verklagte Apple 2008 wegen "Cover Flow", "Spotlight", mit dem Dateien auf Macs gesucht werden können und "Time Machine", der Backup-Lösung für Macs.

Bild: Scopeware Vision

(sg)