Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Quergeschrieben

Als sich die veröffentlichte Meinung im Irrtum befand

Im Sommer 1914 waren die Redaktionen von einer wahren Kriegseuphorie erfasst. Warnrufe und Kritiker wurden nicht gehört.

Es war ein schicksalhafter Moment für Österreich und letztlich für die Welt: Am 25. Juli 1914 um 18 Uhr endete das Ultimatum Österreich-Ungarns an Serbien infolge des Attentats auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo. Neben großen Teilen der Generalität, die nach Jahrzehnten des Friedens wieder ins Zentrum rückten, die ihre auf Hochglanz polierte, jedoch technisch und ausrüstungsmäßig hoffnungslos veraltete Armee endlich wieder einsetzen konnten und wollten, waren es vor allem die damaligen Medien, die die Stimmung und Kriegsbegeisterung anheizten.