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(v.l.n.r.) Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Sabine Seidler, Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz, Rainer Nowak, Chefredakteur und Herausgeber „Die Presse“ und Helmut Fallmann, Gründer und Mitglied des Vorstands der Fabasoft AG.
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Der Podcast zu den Events um die #nextlevel-Inititative

#nextlevel-Podcast: Technische Hochschulen auf dem Prüfstand

Expertentalk. Welche neuen Herausforderungen ergeben sich für Österreichs Technische Hochschulen in Anbetracht von Digitalisierung und globalem Wettbewerb? Darüber sprechen im Expertentalk Sabine Seidler, Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz, Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, und Helmut Fallmann, Gründer und Mitglied des Vorstands der Fabasoft AG.

Sind Österreichs Technische Universitäten noch zeitgemäß aufgestellt? Verfügen sie über die notwendige Exzellenz und „produzieren“ sie ausreichend hoch qualifizierte Absolventen für einen Arbeitsmarkt, auf dem Techniker mit Digitalisierungskompetenz gefragter denn je sind? Und ist die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fruchtbar genug, um den Anforderungen der Arbeitswelt im global sich verschärfenden Wettbewerb gerecht zu werden? Es sind die zentralen Fragen rund um Status-quo und die Zukunft der Technischen Hochschulen in Österreich. Antworten darauf lieferte ein „Presse“-Expertentalk im Rahmen der Initiative für starke Digitalunternehmen, #nextlevel.

Schlüsselfaktor Digitalisierung

„Unsere größte und schwierigste Herausforderung besteht derzeit darin, die Digitalisierung an den Technischen Universitäten in die Fächer zu bringen. Weil Digitalisierung für die Verknüpfung von Informatikkompetenz und Fachkompetenz sorgt“, sagt Sabine Seidler, Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz. Eine Verknüpfung, die für Helmut Fallmann, Gründer des Linzer Softwareunternehmens Fabasoft AG, von entscheidender Bedeutung ist: „Die Digitalisierung ist essenziell, sozusagen eine Kulturtechnik, die Studierenden parallel zu ihrer jeweiligen Leidenschaftsdisziplin beigebracht werden sollte.“ Schließlich gehe es darum, Absolventen zu formen, die zu den Architekten einer Wirtschaft werden, in der vollständig digitalisierte Geschäftsprozesse den Schlüsselfaktor für den Erfolg ökonomischen Handelns bilden. Fallmann plädiert in diesem Sinne für die Schaffung einer neuen TU für Digitalisierung, an der Spezialisten aus diversesten Fachbereichen – von der Kunst über die Wirtschaft bis hin zur Technik – zusammenfinden, um über ein interdisziplinär und international gestaltetes Masterstudium für Digitalisierung die notwendige Expertise zu erwerben.

Wissenschaft und Wirtschaft

Einig sind sich die Experten, dass die intensive Verschränkung von wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Know-how an Technischen Hochschulen – sei es an den bestehenden oder einer neu zu schaffenden – zunehmend zum kritischen Erfolgsfaktor wird. „Wir sehen Universitäten als Teil eines Wertschöpfungssystems. Die Kooperation mit Unternehmenspartnern aus der Wirtschaft ist insofern von großer Bedeutung“, so Seidler. Universitäten erfüllen dabei eine Aufgabe, die neben Forschung und Lehre als „Dritte Mission“ bezeichnet wird. Durch die Verflechtung von Hochschulen mit Akteuren aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft wird das Ziel angestrebt, die an Universitäten täglich neu entstehenden Ideen und Technologien für einen effizienten Wissenstransfer zu nutzen. „Erfolgreiche Wissenschafts-Wirtschaftskooperationen ermöglichen den Zugang zum Know-how der Spitzenforschung, fördern Synergien und spielen für Standortentscheidungen und in der Regionalpolitik eine wesentliche Rolle“, sagt Fallmann. Würde dies an den Technischen Hochschulen noch besser gelingen, könnte der Ausverkauf heimischer Talente, Stichwort Braindrain, gestoppt und Spitzenkräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft im Land gehalten werden.

Die Verstärkung dieser Verzahnung ist auch ein Anliegen von Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Dafür müssten einige Barrieren aus dem Weg geräumt werden: „Ein Problem stellen die unterschiedlichen Vorstellungen von Forschern und Unternehmern dar. Erstere brauchen Zeit für Grundlagenvorstellung, Letztere hätten am liebsten so schnell wie möglich die wissenschaftlichen Erkenntnisse in konkrete unternehmerische Projekte eingebunden.“ Dieses „Missverständnis“ müsse mit gegenseitigem Verständnis und Kompromissbereitschaft überwunden werden, um Kooperationen fruchtbarer zu machen.

Förderung des (weiblichen) Interesses

Als Grundbedingung dafür, Technische Hochschulen fit für die Digitalisierung und den globalen Wettbewerb zu machen, gilt es freilich auch, die besten Talente anzulocken. Die Mottos „Technik macht Spaß“ und „Mit Technik kann man die Welt verändern“ sollten dabei laut Experten so früh wie möglich vermittelt werden. „Wir müssen das Interesse für Informatik bereits in Kindergärten und Volksschulen wecken“, ist Fallmann überzeugt. Besonders wichtig ist dies bei Mädchen, da – so Bildungsminister Faßmann – da noch großes Potenzial brach liegt: „Ich bedaure den relativ geringen weiblichen Anteil in technischen Berufsfeldern, obwohl es eigentlich gute Berufsaussichten gibt. Hier müssen wir mehr tun.“

Um das grundsätzlich vorhandene Interesse an der Technik und MINT-Fächern anzufeuern, ist laut Faßmann und Seidler Informationsarbeit an der Schnittstelle von schulischer und universitärer Laufbahn ebenso nützlich wie das Hervorstreichen weiblicher Role Models. Für die Steigerung der Erwerbsquote von Frauen in technischen Berufen sind zudem noch bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, insbesondere durch Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie begünstigen.

 

INITIATIVE #NEXTLEVEL

Im Rahmen der #nextlevel-Initiative werden Entrepreneure gesucht, die den nächsten Wachstumsschritt mit der Fabasoft AG als Partnerin gehen wollen. Folgende Kriterien sollten Interessierte erfüllen:

• Die Unternehmer tragen die Verantwortung für ihren Betrieb, haben eine aktive Position und sind maßgeblich für das bisherige Wachstum verantwortlich.

• Sie tragen das wirtschaftliche Risiko und halten wesentliche Anteile am Unternehmen.

• Der Unternehmenssitz liegt in der D-A-CH-Region oder im benachbarten Ausland.

• Der Umsatz beträgt ab rund zwei Millionen aufwärts.

• Die digitalen Lösungen sollen Optimierungen für Dokumenten-intensive Branchen bringen.

Bewerbung:
Wenn Sie Interesse an einer Fabasoft-Kooperation haben, dann richten Sie ein E-Mail an unseren Partner EY Österreich: nextlevel@at.ey.com

Sie können sich unter
nextlevel@fabasoft.com auch direkt an Fabasoft wenden.

Ihre Diskretion wird gewahrt!

Mehr Informationen unter:
diepresse.com/nextlevelinitiative

Compliance Hinweis:

Die Initiative basiert auf einer Medienkooperation mit der „Presse“ und wird finanziell von Fabasoft AG unterstützt.