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Computerspiele

Ziehen Sie nicht den Stecker, probieren Sie es aus!

Viel lesen und TV-Serien schauen kann jede. Games sind für Fortgeschrittene.
Viel lesen und TV-Serien schauen kann jede. Games sind für Fortgeschrittene.(c) imago/Westend61 (imago stock&people)
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Games verführen durch Fantasie und Handlungsmacht in Welten, die wir selbst gestalten und in denen wir uns austesten können. Es sind sowohl Orte des Übens und Simulierens als auch Orte der Freiheit und Fantasie. Ein idealer Spielplatz, nicht nur für Heranwachsende.

Unsere facettenreiche, schnelllebige, kapitalistische Welt ist permanent in Widersprüche verkeilt, deren Pole sich zunehmend verstärken: Der Imperativ des wirtschaftlichen Wachstums steht dem Imperativ des ökologisch nachhaltigen Lebens gegenüber, ständig zunehmende Arbeitslast trifft auf die Maximierung des persönlichen Wohlbefindens, und der gesellschaftliche Wunsch des effizienten und produktiven Jonglierens von Berufsleben, Privatleben und gesellschaftlich-sozialer Inszenierung steht im Kontrast zur zweckfreien Zerstreuung, die uns das unglaublich reichhaltige Angebot an Kulturangeboten – Filme, Musik, TV-Serien, Literatur, Veranstaltungen und vieles mehr – Woche für Woche in immer größerem Umfang bietet.

Das führt nicht nur zu einer Art Schizophrenie in unser aller Alltag, sondern befeuert auch Klischees und Vorurteile, mit denen man Zugehörigkeit, Abgrenzung und vermeintliche Klarheit schaffen möchte. Größere Autos fahren klimaschädliche Yuppies, im Biomarkt kaufen weltfremde Ökos, junge Start-up-Betreiber haben nur die Ich-AG im Kopf, und Computerspiele sind für jene, die nicht erwachsen werden wollen oder es noch nicht sind. Bleiben wir der Einfachheit halber bei der letzten Behauptung: Sie ist zwar nicht neu, in unserer polarisierten Gesellschaft der Gegenwart in ihrer Widersprüchlichkeit aber noch ein Stück weit seltsamer geworden

 

Weniger Generationenkonflikte

Sie kennen das bestimmt: Ein Kind oder Teenager spielt oft und gern Computerspiele. Man macht sich als Vater oder Mutter verständlicherweise Sorgen, dass das Hobby überhandnimmt und sich womöglich negativ auf die Lernerfolge in der Schule auswirkt. Weil heute immer mehr Eltern schon aus ihrer eigenen Kindheit mit digitalen Spielen vertraut sind, gibt es bei dieser Kulturform den klassischen Generationenkonflikt jedoch nicht mehr so stark wie noch vor 20 Jahren.