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Premium-Luxus: Blick vom Pool auf den Stephansdom.

Pritscheln mit Aussicht auf allen Ebenen

Pools. Domizile mit Wasserstellen auf dem Dach, an der Terrasse, im Garten und Warmen.

Wenn sie erst einmal da sind, sorgen sie für Abkühlung, Trainingsmöglichkeiten, Kinderspaß und ein wenig Neid bei den lieben Freunden. Pools in jeder Form galten spätestens seit der Serie „Dallas“ in den 1980ern (die Älteren werden sich noch erinnern) als Statussymbol des eigenen Heims und ganz nebenbei auch noch als Garant für die besten Kindergeburtstage und Cocktailpartys. Allerdings erst, nachdem das Wasser eingelassen ist – bis dahin sind die blitzblauen Becken eher nervenaufreibend als entspannend. Egal, ob sie per Kran auf die Dachterrasse gehievt werden müssen oder mit einem großen Loch im Garten beginnen. Mit Beginn der Pandemie ist die Nachfrage nämlich steil nach oben gegangen und die Poolbauer kommen kaum mit dem Graben, Auskleiden und Anfüllen nach. Gute Gründe, gleich von Anfang an nach einer Liegenschaft Ausschau zu halten, bei der das kühle Nass schon fertig ist – auf dem Dach, der Terrasse, im Garten oder Haus. In der Königsklasse der Dachpools spielen in Österreich dabei jene mit dem Zusatz „Stephansdom-Blick“. Eines dieser raren Exemplare gibt es mit einer Wohnung in der Schellinggasse, wo auf einem Gründerzeithaus 2019 vier Dachgeschoßeinheiten ausgebaut wurden.

Auf dem Dach

In der aktuell zum Verkauf stehenden Maisonette lässt sich der Rooftop-Pool stilecht per privaten Lift erreichen. Dieser befindet sich auf der obersten der insgesamt vier Ebenen und ist flankiert von einer Sonnen- und Aussichtsplattform, die mit ihrer Glasfront auch für In- und Ausblicke unter Wasser sorgt. Eine Etage tiefer findet sich eine weitere Terrassenebene, eine dritte Terrasse mit rund sieben Quadratmetern ist von der darunter liegenden Wohnebene aus direkt begehbar. Diese beherbergt die offene Küche sowie den Wohn- und Essbereich der insgesamt 188 Quadratmeter großen Wohnung und ist über eine freischwebende Treppe mit den darunter liegenden beiden Schlafräumen verbunden. Letztere weisen jeweils ein eigenes En-suite-Bad und einen begehbaren Schrankbereich auf. Vermittelt wird die Wohnung über das Maklerbüro Winegg, aufgerufen sind dafür gut 4,8 Millionen Euro.

An der Terrasse

Wer beim Schwimmen den Ausblick auf seine eigene Architekturikone genießen möchte, hat dazu derzeit in Linz Gelegenheit. Hier steht am Pöstlingberg ein Anwesen zum Verkauf, das in den 1930er-Jahren von Bauhaus-Architekt Lois Welzenbacher für eine Linzer Unternehmerfamilie gebaut wurde. Auf einem parkähnlichen Grundstück, zu dem auch ein kleines Waldstück gehört, thront die 330Quadratmeter große Villa mit endlosen Glasflächen, die den Blick in Richtung Alpen und ins Donautal freigeben. In der unteren der beiden Ebenen befindet sich der weitläufige Wohnbereich samt offenem Kamin, von dem aus man direkt auf die Terrasse kommt. Von dieser gelangt man über einen zunächst stufenlosen Abgang direkt zum Pool, der sich mit seiner geschwungenen Form perfekt der Architektur des Hauses anpasst und über dem darunter liegenden Grundstück auskragt. Ins Obergeschoß des denkmalgeschützten Hauses führt eine Stiege aus Zwetschkenholz, unter anderem in das rundumverglaste Hauptschlafzimmer, von dem aus sich der davor liegende Balkon betreten lässt. Neben Architektur- und Poolfans hat das Anwesen auch für Autosammler und/oder begeisterte Gastgeber etwas zu bieten, denn neben zwei Garagenplätzen finden sich hier weitere 20 Stellplätze. Vermittelt wird die Liegenschaft über Real 360 Immobilien in Linz, aufgerufen sind dafür 5,8Millionen Euro. Was für den Wiener Pool auf dem Dach der Stephansdom-Blick ist, ist für das Gegenstück im Garten jener über die Weinberge auf die Skyline der Stadt. Den gibt es vor allem von den besten Adressen der heimischen Grünbezirke aus, wie etwa in Döbling.

Im Garten

Hier steht im Projekt Bellevue 74 eine Villa zum Verkauf, von deren Privatpool im Garten sich genau dieser Ausblick genießen lässt. Wer noch etwas weiter schauen möchte, kann das auch innerhalb der eigenen vier Wände tun, denn die gut 430 Quadratmeter große Villa hat drei Geschoße, die über einen internen Lift verbunden sind. Auf der Gartenebene befindet sich der Wohn-Ess-Bereich, der wie die darüber liegenden Schlafräume großzügig verglast ist. Auch von den drei Schlafzimmern im Obergeschoß lässt sich der Blick an der frischen Luft genießen, da alle einen direkten Terrassenzugang und ein eigenes Bad haben. Im ausgebauten Untergeschoß gibt es neben den Technik-und Abstellräumen noch Platz für einen Wellness- und Fitnessbereich mit Ruheraum. Vermittelt wird die Villa über Marschall Immobilien, der Preis beträgt 7,49Mio. Euro; außerdem gibt es in dem Projekt noch zwei weitere Häuser mit Eigentumswohnungen.

Im Haus

Allerdings sind nicht zwangsläufig alle Pools zur Abkühlung gedacht – in manchen Regionen ist es während der Hauptsaison kalt genug. Dazu gehört fraglos die Umgebung von Kitzbühel, wo zwar immer häufiger auch die Sommersaison ein Thema ist, das Winterpanorama aber nach wie vor zum begehrtesten der Welt gehört. Genossen werden kann es – auf diversen Ebenen – in einem Neubau-Chalet in Aurach, und zwar wahlweise durch die großen Scheiben der Wohnräume, von den davor liegenden Holzbalkonen oder aus dem warmen Wasser des Indoorpools im Wellnessbereich auf der Gartenebene des Hanghauses. Von Letzterer lassen sich alle weiteren Etagen mittels Privatlift erreichen.

Im Erdgeschoß befinden sich das Haupt- sowie ein weiteres Schlafzimmer und ein Privatkino. Der darüber liegende Wohn-Ess-Bereich ist im Loftstil gehalten und kann über eine geschwungene Designertreppe betreten werden. Zur Ausstattung gehören eine offene Altholzküche, ein handgefertigter Kamin und ein gläserner Weinbereich. Insgesamt hat das Chalet gute 500 Quadratmeter Wohnfläche sowie zwei Garagenplätze; vermittelt wird es um 13 Millionen Euro über Engel & Völkers Kitzbühel. (sma)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.05.2022)