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Gastkommentar

Die verhängnisvolle Abkehr vom Pazifismus

Give peace a chance! Aktivisten formieren sich vor dem Berliner Reichstag zu einem riesiges Friedenszeichen.
Give peace a chance! Aktivisten formieren sich vor dem Berliner Reichstag zu einem riesiges Friedenszeichen.APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
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In der jetzigen Diskussion über den Krieg in der Ukraine wird von vielen Seiten militärische Gewalt als einziges Mittel zur Beendigung des Schlachtens dargestellt. Aber es gäbe auch anderweitige Optionen für einen Frieden.

DER AUTOR

Maximilian Lakitsch ist Senior Scientist am Fachbereich Global Governance (Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen) an der Karl-Franzens-Universität Graz. Er hat Philosophie, Theologie und Internationale Beziehungen studiert und seine Dissertation an der Uni Graz und der American University of Beirut geschrieben.

Ein sonst lethargischer deutscher Bundeskanzler ruft lautstark nichtmilitärische Optionen im Ukraine-Krieg als anachronistische und zynische Idiotie aus. Gleichzeitig vollziehen viele Spitzenpolitiker der Grünen in Österreich und Deutschland eine öffentliche und vehemente Abkehr vom Pazifismus. In der gegenwärtigen öffentlichen Debatte scheint alles andere als eine militärische Beendigung des Ukraine-Krieges als naiv, kurzsichtig und rücksichtslos abgetan zu werden.

Ich will ein paar kritische Gedanken zur radikalisierten öffentlichen Debatte über mögliche internationale Antworten auf diesen Krieg beschreiben und die eine oder andere friedenspolitische Option skizzieren.