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Analyse

Brasiliens große Schwachstelle

Kritisch beäugt: Brasiliens Dauerläufer Dani Alves.(c) Getty Images (Atsushi Tomura)
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Der eindrucksvolle WM-Kader des Titelfavoriten hat eine offene Flanke: die Außenverteidiger. Über die großen Fußstapfen von Cafu, Roberto Carlos und Co.

Lusail/Wien. Dani Alves wusste, dass er nicht wirklich erwünscht war. Zumindest bei vielen Anhängern des brasilianischen Nationalteams. Denn bei aller glorreichen Vergangenheit – der Rechtsverteidiger ist mittlerweile 39 Jahre alt, war zwischenzeitlich vereinslos und spielt neuerdings beim mexikanischen Nachzügler Unam Pumas. Seine Einberufung in den WM-Kader ist Sinnbild für die große Schwachstelle im sonst so eindrucksvollen Aufgebot der Seleção: Es gibt auf den beiden Außenverteidigerpositionen keine Spieler von Weltklasseniveau. Alves stellte sich dennoch trotzig in den Gegenwind und meinte: „Ich bin nicht hier, um irgendjemanden zu gefallen.“

Welche Optionen aber hat Teamchef Tite? Da wäre das logische Juventus-Duo Danilo (rechts) und Alex Sandro (links). Danilo, 31, wurde in Turin zuletzt aber zum Innenverteidiger umfunktioniert. Und Sandro, 31, ist keiner, der die Position des Linksverteidigers so interpretiert, wie es in Brasilien üblich ist, nämlich auch als linker Außenstürmer. Immerhin: Im Nationalteam haben Danilo und Sandro wenig zugelassen, nur fünf Tore hatte man in der gesamten südamerikanischen WM-Qualifikation kassiert.