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Hacker: LulzSec zurück, Anonymous plant Netzwerk

FILE - In this Monday, May 31 2011 file frame grab of the PBS website, as PBS officials confirmed its
(c) AP ()
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Eigentlich haben Lulz Security ihre Auflösung bekannt gegeben. Anonoymous-Hacker planen derweil eine völlig anonyme Antwort auf Google+ und Facebook.

In der Nacht haben Hacker die Webseite des britischen Boulevard-Blattes "The Sun" geknackt und dort den Tod des Medienmoguls Rupert Murdoch verkündet. Ungewöhnlich ist, wer sich zu dem Angriff bekannt hat. Die Hackergruppe Lulz Security hatte den Hack über Twitter bekannt gegeben und sendet seither im Minutentakt neue Nachrichten über den Account @LulzSec. Ungewöhnlich deshalb, weil die sechsköpfige Truppe am 26. Juni ihre Auflösung bekannt gegeben hatte. Nach 50 Tagen "Spaß", wie die Gruppe ihre Angriffe bezeichnete, sei es nun Zeit zu gehen. Hintergrund dürfte der zunehmende Druck von Polizei und auch anderen Hackergruppen gewesen sein. 

In ihrer Abschiedsbotschaft jedoch riefen die Lulz-Hacker dazu auf, ihr Werk fort zu führen. Und genau das dürfte nun gerade passieren. Bezeichnend etwa, dass der "Sun"-Hack lediglich über Twitter verbreitet wurde. Vor der Auflösung von LulzSec wurden neue Angriffe auch immer auf der eigenen Homepage verkündet. Möglich, dass die ehemalige Truppe ihren Twitter-Account für Nachahmungs-Täter geöffnet hat, um die mehr als 30.000 Followers zur Verbreitung derartiger Botschaften nutzen zu können. Lulz Security wurde unter anderem mit Angriffen auf Webseiten großer Firmen wie Sony und auf Regierungs-Webseiten bekannt. 

Mit Anonplus gegen Google+

Gleichzeitig machen auch "Anonymous"-Aktivisten wieder von sich hören. "Anonymous" hat eine unbestimmte Anzahl an "Mitgliedern" und ist nicht zentral organisiert. Umso weniger überrascht die Nachricht, dass einige von ihnen offenbar eine Art Social Network planen. "Anonplus" soll ein völlig anonymer Gegenentwurf zu Googles neuem Social Network Google+ werden. Initiiert wurde das Projekt von der Blogger-Gruppe Presstorm, die dem Umfeld von Anonymous zugeordnet wird. Anonyplus soll in erster Linie Anonymous-Mitgliedern helfen, deren Accounts auf anderen Plattformen regelmäßig gelöscht werden, erklärt Presstorm. Das Netzwerk soll aber jedem offen stehen und ähnlich wie das Projekt Diaspora dezentral organisiert sein. Derzeit sind unter der Adresse lediglich eine Startseite und ein Forum zu finden. 

 

(sg)