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Exklusives Online-Netzwerk hilft "Expats" in Wien

Exklusives OnlineNetzwerk hilft Expats
(c) Screenshot (Internations.org)
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Wer beruflich in ein fremdes Land muss, hat es oft nicht einfach. "Internations" pflegt ein wachsendes exklusives Netzwerk.

Das Konzept des Online-Netzwerks "Internations" erinnert ein wenig an Elite-Netzwerke wie die "Schwarze Karte" oder "A Small World". Nur wer von einem registrierten Mitglied eingeladen wird, hat Zutritt. Internations lockt jedoch nicht mit einem angeblich elitären Klientel, sondern gibt seinen Mitgliedern Antworten auf ganz banale Fragen des Alltags. Das Netzwerk ist für Expatriate gedacht, für Menschen, die aus beruflichen Gründen für einige Jahre in einem fremden Land leben müssen. "Da tauchen schnell Fragen auf wie, 'auf welche Schule soll ich mein Kind schicken' und 'wo gibt es einen guten Zahnarzt'", erklärt Günther Strenn. Er ist seit der Gründung vor etwa drei Jahren für die Internations-Gemeinde in Wien zuständig und damit die erste Ansprechperson, die neue Mitglieder haben. 

300 bis 400 treffen sich offline

Wien war eine der ersten Städte, für die das Netzwerk angeboten wird und ist heute mit etwa 7500 Mitgliedern auch eine der größten Internations-Communities. Schon zwei bis drei Monate nach der Geburt des Münchner Startups haben sich die Gründer Philipp von Plato und Malte Zeeck an Strenn gewandt - bezeichnenderweise über ein Online-Netzwerk. Kurz darauf folgte bereits die erste Veranstaltung in einer Wiener Hotelbar. Das klingt zwar ein wenig nach verstaubtem Foren-Treffen, sieht in der Realität aber ganz anders aus und ist sogar die eigentliche Stärke von Internations. "Zu Beginn waren es noch sieben Leute", erinnert sich Strenn.

Für die nächste Veranstaltung erwartet der ehemalige Investmentbanker bereits 300 bis 400 Teilnehmer. Die wird kommenden Dienstag im vegetarischen Buffet-Restaurant Yamm stattfinden - Strenn bemüht sich, für diese Events Lokale mit "internationalem Flair" auszusuchen. An diesem Abend wird das Yamm nur für Internations geöffnet. Kommen darf, wer sich über das Online-Netzwerk angemeldet hat und damit auf der Gästeliste steht und eine Eintrittsgebühr zahlt - letztere entfällt für zahlende Premium-Mitglieder des Netzwerks. Für das Eintrittsgeld gibt es ein Getränk und diesmal sogar einen Gruß vom Buffet. Damit sich auch Neulinge schnell zurechtfinden, trägt jeder Gast ein Schild mit Vornamen und Landesflagge. "Wir sind alle per Du", erklärt Strenn. Besonders Schüchternen hilft er persönlich dabei, Anschluss zu finden. 

Die meisten sind Akademiker

Bei jedem Event sind etwa die Hälfte der Gäste zum ersten Mal hier, schätzt der Veranstalter - und immerhin 20 bis 30 Prozent sind Österreicher, die meisten Akademiker. Das Publikum bestehe zudem aus besonders vielen Mitarbeitern von Botschaften oder interantionalen Organisationen wie der UNO, aber auch Mitarbeiter großer Firmen sind dabei, sagt Strenn. Die Mitgliederselektion per Einladung - alternativ kann man sich für eine Mitgliedschaft bewerben - solle hier auch ein wenig der "Qualitätssicherung" dienen. Internations diene dabei oft nicht nur dazu, berufliche Kontakte im neuen Land zu knüpfen, es sei hie und da auch eine ganz gute Single-Börse, meint Strenn. 

 

(sg)