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Stronach hofft auf Unterstützung von Schwarzenegger

Stronach hofft Unterstuetzung Schwarzenegger
(c) EPA/Bruno Bebert (Bruno Bebert)
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Der Neopolitiker spricht sich gegen die geplante Volksbefragung zur Wehrpflicht aus. Auch außenpolitisch zeigt Stronach Präferenzen, so gab er eine Stimmempfehlung für die Präsidentenwahl in den USA ab.

Wien/Apa. Frank Stronach will nichts unversucht lassen, um seiner politischen Bewegung öffentliche Präsenz zu ermöglichen. Nun erklärte der Milliardär, dass er auf eine Unterstützung durch einen anderen prominenten Steirer, Arnold Schwarzenegger, hofft.

„Ich würde mich sehr freuen“, meinte Stronach auf die Frage in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“, ob bei seiner Parteigründung auch der ehemalige Gouverneur von Kalifornien eine Rolle spielen werde. Der Magna-Gründer räumte aber ein, dass er noch nicht mit dem Schauspieler gesprochen habe. Auch zu aktuellen innenpolitischen Themen äußerte sich Stronach: So kritisierte er die Volksbefragung zur Wehrpflicht, auf die sich die Bundesregierung verständigt hat. „Wenn die Regierung nicht mehr weiterweiß, werden solche Befragungen gemacht“, meinte Stronach. Eigentlich sei es die Aufgabe der Regierung, eine Antwort bei diesem Thema zu finden, stellte der Austro-Kanadier fest.

 

Stronach gegen Obama

Auch außenpolitisch zeigt Stronach Präferenzen, so gab er eine Stimmempfehlung für die Präsidentenwahl in den USA ab. Könnte Stronach dort wählen, würde er gegen den Amtsinhaber Barack Obama und für seinen Herausforderer, den Republikaner Mitt Romney stimmen. Dieser halte nämlich die individuelle Freiheit und die Eigenverantwortung hoch, meinte Stronach.

Der Milliardär will bei der Nationalratswahl 2013 mit einer eigenen Partei an den Start gehen. Bereits jetzt hat Stronach vier Nationalratsabgeordnete überreden können, zu seiner Bewegung zu wechseln. Den Vorwurf, sich Abgeordnete zu „kaufen“, wies Stronach zurück. Die Unterstützung von drei Nationalratsabgeordneten reicht bereits aus, um bei der Wahl bundesweit antreten zu können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2012)