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US-Klage zurückgewiesen: Zu weiß für die Uni?

US-Klage zurückgewiesen: Zu weiß für die Uni?
Abigail FisherReuters (Jonathan Ernst)
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In der umstrittenen Frage der Bevorzugung von ethnischen Minderheiten bei der Studienplatzvergabe in den USA ist der Oberste Gerichtshof in Washington einer wichtigen Entscheidung ausgewichen.

Das Oberste US-Gericht hat eine Klage gegen die Förderung ethnischer Minderheiten an Universitäten an niedere Instanzen zurückgewiesen. Das gab der Supreme Court am Montag in Washington bekannt. Es ging um die Klage einer heute 23-jährigen weißen Frau, die 2008 von der University of Texas in Austin abgewiesen wurde.

Jene Abigail Fisher hatte geklagt, sie sei wegen ihrer Hautfarbe nicht aufgenommen worden. Studenten aus ethnischen Minderheiten mit ähnlichen Noten und Testergebnissen seien bevorzugt worden. Dies sei eine Diskriminierung und verstoße gegen die US-Verfassung.

Bei dem Fall steht die jahrzehntelange Praxis von Hochschulen auf dem Prüfstand, neben Noten auch die ethnische Zugehörigkeit bei der Zulassung zu berücksichtigen. Ursprünglich wurde die Maßnahme als eine Art Gegengewicht zu Diskriminierungen von Schwarzen verstanden. Diese Fördermaßnahmen sind als "Affirmative Action" bekannt - und seit langem heftig umstritten. Einer neusten Umfrage des TV-Senders CNN lehnen 68 Prozent der Amerikaner eine Sonderbehandlung ab.

Ausweichmanöver

Das Gericht urteilte am Montag, die unteren Instanzen hätten bei der Beurteilung des Falls bisherige Grundsatzurteile des Obersten Gerichts nicht genügend berücksichtigt. Ob der Auswahlprozess an der staatlichen University of Texas gegen das Diskriminierungsverbot verstoße, muss nun erneut vom Bundesberufungsgericht in New Orleans überprüft werden.

Bereits 1978 sprach sich der Supreme Court in einem bahnbrechenden Urteil zwar gegen eine Quotenregelungen aus, räumte den Universitäten aber das Recht ein, die Ethnien bei Zulassungen mit ins Kalkül zu ziehen. Auch ein weiteres Urteil schränkte die Förderung ein.

Abigail Fisher hat inzwischen an einer anderen Uni studiert und arbeitet der New York Times zufolge bei einem Finanzunternehmen.

(APA/dpa/Red.)