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Stronach-Mandatar über Parteichef: "Gutmütig starrsinnig"

Marcus Franz ist Neo-Abgeordneter für das Team Stronach.
Marcus Franz ist Neo-Abgeordneter für das Team Stronach.(c) APA/HELMUT FOHRINGER
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Primar Marcus Franz spricht im "profil"-Interview über die Amoralität von Homosexualität, Demonstrationsverbote in der Innenstadt und über die Verpflichtung, Kinder zu zeugen.

Marcus Franz, Primararzt am Wiener Hartmann-Spital und Neo-Abgeordneter des Team Stronach, sieht bei seinem politischen Mentor Frank Stronach "Tendenzen zu einer gutmütigen Starrsinnigkeit". Ein Problem hat er damit nicht. Als Internist habe er viel mit älteren Menschen zu tun und könne damit gut umgehen, sagt Franz im "profil"-Interview in Richtung Stronach, den er als "eine Art eingenwilliger Senator" sieht. Und überhaupt gelinge es durchaus, mit Argumenten zu landen, was die Starrsinnigkeit "unproblematisch" mache.

Einige weitere Ansagen des Neu-Abgeordneten sind ebenfalls ungewöhnlich. So sollen Demonstrationen nur noch außerhalb des Zentrums stattfinden dürfen: "Sonst tanzen die Minderheiten der Mehrheit auf der Nase herum", ärgert sich Franz über Kundgebungen, die den Verkehr stören. Ebenfalls weniger gefällt dem Arzt, wenn Frauen keine Kinder bekommen, sei freiwillige Kinderlosigkeit doch "amoralisch". Auf die Frage, ob es die Pflicht von allen sein sollte, Kinder zu bekommen, antwortet er mit einem glatten "Ja" und setzt gegenüber der Journalistin fort: "Wir könnten uns theoretisch vereinigen und jetzt ein Kind zeugen." Immerhin fügt der Arzt an, "eh verheiratet und treu" zu sein. Ein weiterer Franz-Vorschlag betrifft eine Fettsteuer: "Die Wurst soll teurer sein, um einen Euro vielleicht."

Homosexualität ist für Franz, wenn er strenge Maßstäbe anlege, "mit Sicherheit amoralisch, wiewohl es in den Genen steckt". Franz spricht sich für eine Partnerschaft von Homosexuellen, aber nicht für die Ehe aus. Eine solche könne nur zwischen Mann und Frau Funktionieren, "denn nur dort gibt es Fortplanzung".

>> Zum Interview im "profil"

(APA)