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Stoltenberg als neuer Nato-Chef fix

Gesetzt für den Nato-Top-Job: Jens Stoltenberg
Gesetzt für den Nato-Top-Job: Jens StoltenbergEPA
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Der norwegische Expremier soll die Nachfolge des Dänen Anders Fogh Rasmussen antreten. Er übernimmt die Führung des atlantischen Bündnisses zu einem heiklen Zeitpunkt.

Der frühere norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg soll neuer Nato-Generalsekretär werden. Dies eilte die Allianz am Freitag nach einer Sitzung des NATO-Rats in Brüssel mit. Der 55-jährige Sozialdemokrat  übernimmt den Posten am 1. Oktober von dem Dänen Anders Fogh Rasmussen.

Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Diplomaten von Stoltenbergs bevorstehender Ernennung berichtet. Der Sozialdemokrat hatte schon bisher als heißester Favorit auf den Job gegolten.

Stoltenbergs Nachfolgerin an der Regierungsspitze, die konservative Erna Solberg hatte schon Anfang der Woche gesagt, dass einige NATO-Staaten den Norweger gerne an der Spitze der transatlantischen Verteidigungsgemeinschaft sehen würden. Zu den Unterstützern Stoltenbergs, der fast zehn Jahre norwegischer Ministerpräsident war, bevor er vergangenen September die Parlamentswahl verloren hatte, zählten die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Favorit wegen Beteiligung an Libyen-Einsatz?

"Wir haben immer gesagt, dass wir norwegische Kandidaten für internationale Posten unterstützen", sagte seine Nachfolgerin Solberg. Norwegen habe Stoltenberg allerdings nicht formell als Kandidaten nominiert.

Nach Meinung des dänischen Politikforscher Jens Ringsmose hat die entschlossene Beteiligung Norwegens an den Bombardements gegen das Gaddafi-Regime im Frühjahr 2011 Stoltenberg zum Favoriten gemacht. 

(APA/Reuters)