SPÖ-Parteitag

Andreas Schieder: „Die EU ist ja nichts, in das man sich verlieben muss“

Geht für die SPÖ ins EU-Rennen: Andreas Schieder
Geht für die SPÖ ins EU-Rennen: Andreas SchiederClemens Fabry
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Die SPÖ bestätigt heute ihre Liste für die EU-Wahl. Anführen wird sie Andreas Schieder. Mit der „Presse“ sprach er über Bablers EU-Skepsis und einen Beitritt der Ukraine.

Die Presse: Bei der EU-Wahl 2019 hat die SPÖ mit Ihnen als Spitzenkandidaten ihr historisch zweitschlechtestes Ergebnis eingefahren. Jetzt versuchen Sie‘s wieder?

Andreas Schieder: Das war ein ganz spezieller Wahlkampf. Wir waren im Rennen um Platz eins, und eine Woche vor der Wahl hat das Ibiza-Video alles verändert. Es ging um Innenpolitik und Sebastian Kurz. Ich persönlich hatte mit mehr als 70.000 Vorzugsstimmen das historisch beste Ergebnis eines bundesweiten SPÖ-Spitzenkandidaten in allen Wahlen. In den Jahren im Europäischen Parlament haben wir es als Team geschafft, dass bei vielen Themen, etwa bei Klima- und Industriepolitik, österreichische sozialdemokratische Handschrift zu erkennen ist.

Sie glauben, die Bevölkerung bekommt so im Detail mit, was auf EU-Ebene passiert?

Als ich nach Brüssel gegangen bin, habe ich viel darüber nachgedacht, wie wir kommunizieren können – vor allem mit den jungen Leuten. Da hilft Social Media und dass wir viel herumtouren, um EU-Politik zu erklären. Viele Themen, die den Leuten unter den Nägeln brennen, sind EU-Themen.

Wie finden Sie es denn, dass Ihr Parteichef Andreas Babler die EU einst das „aggressivste außenpolitische militärische Bündnis, das es je gegeben hat“, genannt hat? Die Union sei in der Doktrin „schlimmer als die Nato“.


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