Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Baulöwe aus Dubai kauft ANA-Hotel

Der Milliardendeal zwischen All Nippon Airways und der JJW Hotel Management wird morgen, Mittwoch, fixiert.

WIEN. Nach dem spektakulären Verkauf des Hotels Hilton am Stadtpark durch die Swissair an die Familien Soravia und Dichand im Vorjahr steht in der Wiener Hotelszene ein weiterer Megadeal bevor. All Nippon Airways verkauft das ANA Grandhotel am Ring an Mohamed Bin Issa Al-Jaber, einen "Baulöwen" aus Dubai. Der Vertrag zwischen der Fluglinie und der JJA Hotel Management und Betriebs GmbH von Al-Jaber wird morgen, Mittwoch, unterschrieben. Der Kaufpreis soll bei rund 100 Mill. Euro liegen.

Al-Jaber besitzt eine Baugesellschaft in Dubai, die JJA betreibt rund 40 Hotels der Vier- und Fünfstern-Kategorie in Europa, vornehmlich in Frankreich und Großbritannien. Im Vorfeld der von der Rechtsanwaltskanzlei Kerres & Diwok ausgehandelten Akquisition ist dem arabischen Unternehmer in der bewegten Wiener Hotelsszene ein weiterer Coup gelungen. Al-Jaber hat ein schräg gegenüber dem Grandhotel (der Name dürfte übrigens bleiben, nur "ANA" verschwindet) gelegene Gebäude erworben, das er zu einer Art Hotel-Dependence umbauen möchte.

Fluglinien: Hotels ade

ANA, die mit ihren Hotels im Fiskaljahr 2001 rund 600 Mill. Yen Verlust machte, hat den Ausstieg aus den Hotels in Übersee bereits mehrfach angekündigt. Verkauft wurden bereits Häuser in Washington, San Francisco und Hawaii.

Aber nicht nur die japanische Fluglinie konzentriert sich wieder mehr auf das reine Fluggeschäft und trennt sich daher - auch wegen mangelnder Erträge - vom Beherbergungs-Business. Schon Anfang der 90er Jahre, in Folge der durch den Golfkrieg verursachten Luftfahrtkrise, stieß die Lufthansa ihre Beteiligung an der Kempinski-Gruppe ab. Die schwer angeschlagene Swissair-Group wiederum veräußerte nicht nur das Hilton in Wien, sondern im Juni 2001 ihre gesamte Swissotel-Kette an die Luxushotel-Gruppe Raffles aus Singapur, um Verluste zu reduzieren. Die SAS wiederum hat immer wieder einen Ausstieg aus ihrer Hotelgruppe Radisson SAS - ein Haus gibt es in Wien, ebenfalls am Ring - überlegt. Bis dato ohne konkretes Ergebnis.