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Mathematik in der Kunst im MUMOK

Unter dem Titel "Genau und anders" zeitgt das Wiener Museum für Moderne Kunst (MUMOK) ab Freitag bis 18. Mai eine Ausstellung zu "Mathematik in der Kunst von Dürer bis Sol LeWitt". MUMOK-Direktor Edelbert Köb sprach am Donnerstag von einem "gewissen Experiment", das aber angesichts der Überflutung des Alltags mit Zahlen, Statistiken und geometrischen Formen durchaus naheliegend sei.

"Man kommt ohne Mathematik einfach nicht aus", meinte Kurator Wolfgang Drechsler. Dass seine Schau "Genau und anders" mit dem 29. Februar an einem Tag eröffnet wird, den es aus Gründen der mathematischen Ordnung nur alle vier Jahre gibt, ist dabei durchaus konsequent.

Der Untertitel "Mathematik in der Kunst von Dürer bis Sol LeWitt" gibt den zeitlichen Rahmen vor, in dem sich Drechsler und seine Expertenrunde, darunter Gabriele Werner, Dieter Bogner und Michael Rottmann, auf vier Ebenen im MUMOK bewegen. Dass man Albrecht Dürer an den Anfang setzte, hängt mit dessen 1514 entstandenem Werk "Melencolia I" zusammen, das er nach einer Italienreise schuf. "Melencolia I" zeigt u.a. ein magisches Quadrat, dessen Diagonalen, Spalten und Zeilen immer die Summe 34 ergeben.

Die Ausstellung ist "gespickt mit Stars", wie es Köb formulierte, von Max Ernst oder Marcel Duchamp bis hin zu Sol LeWitt oder Bruce Nauman sind zahlreiche große Namen im MUMOK vertreten. Dementsprechend wird auch nicht allzu viel erklärt, stattdessen verweisen prägnante Zitate an den Wänden auf die Zeit und den Hintergrund der jeweiligen Werke. Wer sich die umfangreiche Schau dennoch lieber vermitteln lassen will, kann an mehreren Terminen auch Themenführungen (u.a. von Rudolf Taschner) wahrnehmen.

(APA)