Ministerrat: In Koalition ist "nicht alles ganz normal"

Spindelegger und Faymann
Spindelegger und FaymannAPA/ROLAND SCHLAGER
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Kanzler Faymann und Finanzminister Spindelegger wehren sich gegen eine Änderung der Hymne und wollen von einer Krise nichts wissen.

Die Regierung hält nichts vom Vorschlag der Volksanwältin Gertrude Brinek einen Wettbewerb für eine neue Bundeshymne abzuhalten. "Die Bundeshymne soll so bleiben wie sie ist", betonte Bundeskanzler Werner Faymann am Dienstag nach dem Ministerrat. "Ich bin kein besonders guter Sänger, aber ich singe sie mit Überzeugung", sagte der SPÖ-Chef im Pressefoyer. Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) sprach sich ebenfalls gegen eine Änderung des Textes aus. Für ihn handele es sich dabei lediglich um ein "nettes Sommerthema".

Ebenfalls nichts wissen wollte die Regierungsspitze von Koalitionsstreitigkeiten: "Die Lage ist gut", betonte Faymann. "Es gibt keinen Streit, lediglich unterschiedliche Auffassungen", ergänzte Spindelegger.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) meinte vor dem Sommer-Ministerrat, dass in der Koalition zwar "nicht alles ganz normal" sei, man sich aber wieder beruhigen werde. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) findet, die Stimmung sei gut und er gehe gelassen in die Sommerpause. Man müsse die Darstellung des Koalitionsklimas in den Medien auch etwas relativieren, erklärte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

Große Beschlüsse standen bei dem ersten von zwei geplanten Sommer-Ministerräten nicht auf der Tagesordnung. Fast die Hälfte aller Regierungsmitglieder nahm nicht teil - sechs Minister fehlten. Der zweite Sommer-Ministerrat ist für 26. August angesetzt.

SPÖ, ÖVP und Grüne haben im November 2011 beantragt, die "Töchter" in die Hymne aufzunehmen. Ein entsprechender Gesetzesbeschluss folgte im Dezember. Seither heißt es in dem Lied: "Heimat großer Töchter und Söhne". Eine zweite Änderung gibt es in Strophe drei. Dort wurden die "Bruderchöre" durch "Jubelchöre" ersetzt. In der Begründung des Antrags hieß es, dass sich in den 60 Jahren seit der Textung der Hymne durch Paula Preradovic der Sprachgebrauch geändert habe.

(APA/Red.)

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