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Rumänische ÖVAG-Tochter trennt sich von faulen Krediten

THEMENBILD: VOLKSBANKEN AG
APA/HELMUT FOHRINGER
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Eine knappe halbe Milliarde Euro an notleidenden Immobilienkrediten wurde an ein internationales Konsortium verkauft.

Die Rumänien-Tochter der teilverstaatlichten Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) hat ein Paket an faulen Krediten verkauft. Es ging um ein Volumen von 495 Mio. Euro an notleidenden Immobilienkrediten. Der im Frühjahr angestoßene Deal wurde heute, Montag, abgeschlossen.

Käufer ist nach ÖVAG-Angaben ein Konsortium internationaler Investoren: Deutsche Bank, AnaCap Financial Partners LLP, H.I.G und APS Holding SE. Es war die erste Transaktion dieser Art auf dem rumänischen Markt.

Verkauf der Rumänien-Tochter bis 2015

Das Kreditpaket bestand im Detail aus 3.566 Krediten, davon 84 Prozent private Immobiliendarlehen und 16 Prozent Unternehmenskredite. Mit dem heutigen Verkauf ("Closing") habe die Volksbank Romania ihren Anteil an faulen Krediten von zuvor 24 Prozent auf weniger als 8 Prozent gesenkt, hieß es von der ÖVAG zur APA. In der Volksbank in Bukarest war von einem "Meilenstein" die Rede.

Anfang März hat die ÖVAG den Verkaufsprozess für die gesamte verlustreiche Rumänien-Tochter gestartet, unterstützt wird sie dabei von der Investmentbank Rothschild. Die ÖVAG muss ihren 51-Prozent-Anteil an der Volksbank Rumänien bis spätestens 2015 verkaufen. Das sehen die EU-Auflagen wegen der Staatshilfe vor. Im heurigen Mai wurde bereits die Leasinggesellschaft in Rumänien an den Mann gebracht.

Die Volksbank Romania hat aktuell 135 Geschäftsstellen, 190.000 Kunden und eine Bilanzsumme von 3,09 Mrd. Euro. Die Rumänien-Bank ist in der ÖVAG-Bilanz schon vollständig abgeschrieben, 2013 belastete die Rumänien-Operation die Bilanz der Wiener Mutter aber mit einem Verlust von mehr als 120 Mio. Euro.

(APA)