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Siemens zertrümmert die Medizintechnik

File photo of a flag with the logo of German technology firm Siemens
Siemens(c) Reuters (THOMAS PETER)
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Die Spartenteile gehen an die US-Firma Cerner. Siemens-Sektorchef Hermann Requardt räumte Chancenlosigkeit ein.

München. Siemens treibt mit einem milliardenschweren Verkauf den Umbau seiner Medizintechniksparte voran. Für 1,3 Mrd. Dollar (973 Mio. Euro) geht das Geschäft mit Krankenhausinformationssystemen an den US-Spezialisten Cerner. Siemens-Sektorchef Hermann Requardt räumte ein, gegen den US-Konkurrenten chancenlos gewesen zu sein. Die Sparte tat sich mit nennenswerten Gewinnen schwer.

Weltweit arbeiten rund 6000 Menschen in dem Bereich. Cerner-Manager John Peterzalek sagte den Erhalt der Arbeitsplätze zu. „Es ging uns darum, die Talente zu sichern“, erklärte er. Er rechne mit Synergien vor allem beim Zugang zu den Kunden. Außerhalb der USA sei Siemens in Märkten stark, wo sein Haus kaum vertreten ist.

Siemens will sich in der Medizintechnik auf den Ausbau von Systemen konzentrieren, die das Labor-, Bildgebungs- und Therapiegeschäft stützen. Jüngst verkauften die Münchener das Mikrobiologiesegment an die Danaher-Tochter Beckman Coulter. Der Ausflug in die Klinik-IT erwies sich für Siemens als schlechtes Geschäft. Im Jahr 2000 zahlte Siemens für die US-Firma Shared Medical Services (SMS) 2,1 Mrd. Dollar. (Reuters)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.08.2014)