30.000 demonstrierten in Mexiko wegen Massaker '68

APA (epa)

Vierzig Jahre nach dem Massaker von Tlatelolco am 2. Oktober 1968 in Mexiko-Stadt haben rund 30.000 Menschen der Opfer gedacht und eine vollständige Aufklärung gefordert. Bei den Protesten in der mexikanischen Hauptstadt wurden 20 Menschen festgenommen und 18 Polizisten leicht verletzt. Die Auseinandersetzungen begannen, als Studenten versuchten, öffentliche Gebäude mit Graffiti zu bemalen.

Die Demonstranten schrien: "Der 2. Oktober ist nicht vergessen" und stellten Kerzen für die Opfer auf. Wenige Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele 1968 hatten Polizei, Armee und unbekannte Bewaffnete das Feuer auf tausende Studenten eröffnet, die friedlich im Stadtteil Tlatelolco demonstriert hatten. Bis heute ist nicht einmal die genaue Zahl der Opfer bekannt. Während der US-Auslandsgeheimdienst CIA und internationale Medien von rund 300 Toten ausgingen, sprach die damalige Regierung von rund 40 Toten. Die genauen Umstände des Massakers sind immer noch unklar.