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IWF-Chef warnt vor Spannungen in der Euro-Zone

IWF-Chef Strauss-Kahn
(c) REUTERS (Laszlo Balogh)
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"Die Euro-Zone braucht mehr wirtschaftspolitische Koordination, sonst ist die Stabilität des Währungsraums ist in Gefahr", sagt IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor Spannungen in der europäischen Währungsunion. "Die Euro-Zone braucht mehr wirtschaftspolitische Koordination, sonst werden die Unterschiede zwischen den Staaten zu groß, und die Stabilität des Währungsraums ist in Gefahr", sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in einem am Mittwoch im Voraus veröffentlichten Interview mit der "Zeit".

Gerate eines der 16 Euro-Länder in ernste Schwierigkeiten, müsse es durch Finanzhilfen gestützt werden. Der IWF würde diese Aufgabe übernehmen, "wenn er gebraucht wird".

"Europäer werden Problem selbst lösen"

Strauss-Kahn erwartet aber, "dass die Europäer dieses Problem selbst lösen würden". Bisher lehnen es Spitzenpolitiker vieler Länder sowie die Europäische Zentralbank ab, Krisenstaaten in der Währungsunion zu unterstützen.

Der IWF-Chef forderte zugleich eine neue Rettungsrunde für die Banken: "Es wird keine wirtschaftliche Erholung geben, solange die Banken immer neue Verluste anhäufen. Die Regierungen müssen die Banken sanieren". In Deutschland und anderen Staaten wird derzeit über eine "Bad Bank" diskutiert, in der Krisenpapiere von angeschlagenen Banken gebündelt werden.

(Ag.)