Ryanair überlegt Gebühr für Toilettenbesuch

Michael OLeary RyanairLeary Ryanair
(c) AP (Virginia Mayo)

Die Wirtschaftskrise führt zu skurrilen Auswüchsen. So überlegt Ryan-Chef O'Leary, an den WC-Türen in den Flugzeugen einen Geldschlitz anzubringen. Die Airline wird bereits heftig wegen ihrer Extrakosten kritisiert.

Der irische Billigflieger Ryanair erwägt, seinen Passagieren Geld für den Toilettenbesuch abzunehmen. In Zukunft müssten die Reisenden möglicherweise für ihre Bedürfnisse ein Pfund (1,12 Euro) bezahlen, sagte Airline-Chef Michael O'Leary am Freitag dem britischen Sender BBC. "Wir sehen uns derzeit die Möglichkeit an, einen Geldschlitz an den WC-Türen anzubringen."

Das Unternehmen prüfe stets, wie die Flugtickets günstig bleiben könnten, erklärte O'Leary. Er glaube, niemand steige in ein Flugzeug ohne mindestens ein Pfund-Stück in der Tasche. Wie das Münzsystem auf Euro umzurechnen wäre, verriet er nicht.

Kritiker hielten Ryanair vor, "ganz tief gesunken" zu sein. Rochelle Turner vom Verbrauchermagazin "Which? Holiday" sagte, es würde Ryanair "Recht geschehen", wenn die Reisenden dann weniger Geld für "überteuerte Getränke an Bord" ausgeben. Europas größter Billigflieger wird seit langem wegen Extrakosten für Gepäckaufgabe und Service an Bord kritisiert. Der Fluggesellschaft machen - wie anderen Airlines auch - sinkende Erlöse zu schaffen.